Österreichische Astrologische Gesellschaft
Die Österreichische Astrologische Gesellschaft (ÖAG) ist die Nachfolgeorganisation der Astrologischen Gesellschaft, die bereits am 24. September 1908 um 20:10 Uhr Ortszeit (entspricht 19:35 Weltzeit) in Wien gegründet wurde[1]. Sie bezeichnet sich selbst als die älteste astrologische Gesellschaft der Welt.
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Geschichte
Gründer der Gesellschaft war der Astrologe Karl Brandler-Pracht. Auch wenn er nicht den Vorsitz übernahm, hat er die Gesellschaft doch stark geprägt, da er zu Beginn im Rahmen der Gesellschaft Astrologie-Kurse abhielt. Bereits 1912 erhielt die Gesellschaft einen neuen Präsidenten, nachden es vorher zu Auseinandersetzungen über die Ausrichtung der Gesellschaft kam, es lagen wissenschaftliche, anthroposophische und theosophische Astrologen im Streit miteinander. Wilhelm Knappich wird seine erste Präsidentschaft, die er am 22. Mai 1912 antrat, nur ein Jahr behalten, doch bleibt er der Gesellschaft eng verbunden.
1925 erfolgt die Umbenennung in "Erste Astrologische Gesellschaft".
Am 3. Februar 1939 löst das nationalsozialistische Regime die Astrologische Gesellschaft auf. Wilhelm Knappich und Gräfin Zoe Wassilko-Serecki, die zu diesem Zeitpunkt Vizepräsidentin ist, bewahren das Erbe und geistige Eigentum der Gesellschaft. Am 29. September 1945, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, findet im Palais Pálffy die Wiederbelebung der Astrologischen Gesellschaft statt. Wilhelm Knappich wird wieder zum Präsidenten gewählt. Am 17. Oktober 1946 findet die offizielle Wiedergründung des Vereins statt, der Name wird in „Österreichische Astrologische Gesellschaft“ geändert.
Am 24. November 1949 wird Gräfin Wassilko zur Präsidentin gewählt, was sie 24 Jahre bleiben wird. Im März 1956 gibt die ÖAG erstmals die Publikation „Tradition und Fortschritt der klassischen Astrologie“ heraus[2], die heute unter dem Titel "Qualität der Zeit" erscheint. Sándor Belcsák führt eine Astrologen-Prüfung ein: 1997 vergibt die ÖAG erstmals das "Astrologen-Patent" an 12 "Autorisierte Astrologen". Der Prüfung gehen eine dreijährige Ausbildung und das Verfassen einer eigenständigen Diplomarbeit voraus.
Präsidenten
- Alexander von Sauer-Csáky (24.09.1908 - 22.05.1912)
- Wilhelm Knappich (22.05.1912 - 09.06.1913)
- Dr. Fritz Wilhelm (09.06.1913 - ?)
- Arnold Grohn
- Wilhelm Knappich (29.09.1945 - 24.11.1949)
- Zoe Wassilko-Serecki (24.11.1949 - 24.01.1974)
- Emma Ritter (24.01.1974 - 31.03.1978)
- Sandor Belcsak (31.03.1978 - Nov. 1999)
- Liliane Korotin (Ende Nov. 1999 - 25.09.2003)
- Harald Thurnher (25.09.2003 - 24.06.2004)
- Liliane Korotin (24.06.2004 - 26.02.2007)
- Brigitte Strobele (26.02.2007)
Aufgabenspektrum
Die Gesellschaft definiert ihr Aufgabenspektrum folgendermaßen[3]:
- Förderung und Vertiefung eines astrologischen Bewusstseins gemäß dem klassischen Analogieprinzip in Forschung, Lehre und Praxis
- Schaffung eines verantwortungsvollen astrologischen Berufsstandes durch Ausbildung nach wissenschaftlichen Qualitätsnormen unter Befolgung strenger ethischer Regeln.
- Vertretung der (berufspolitischen) Interessen seriös arbeitender AstrologInnen
- Astrologische Forschungsarbeiten werden von der ÖAG unterstützt, indem auch die umfangreiche Bibliothek benützt und Geburts- sowie Ereignisdaten zugänglich gemacht werden.
- Aufklärung der Öffentlichkeit über Möglichkeiten und Grenzen einer seriös betriebenen Astrologie
- Professionelle und effektive Unterstützung von ÖAG-Mitgliedern. Die ÖAG unterstützt auch wissenschaftliche astrologische Arbeiten.
Astrologie
In der ÖAG wird die Zugehörigkeit Plutos zum Tierkreiszeichen Widder gelehrt (sonst üblich: Skorpion)[4].
Quellen
- ↑ Quelle: Geschichte der ÖAG
- ↑ Verzeichnis noch über die ÖAG zu beziehender Ausgaben der Zeitschrift
- ↑ Aufgabenspektrum der ÖAG
- ↑ Ehemaliger Artikel auf sternwelten.at zu Sandor Belcsak. Original-Zitat:In vielen seiner Artikel zitiert er die große Lehrmeisterin Zoe Gräfin Wassilko. Er war ihr ein treuer Erbe. So ist die ÖAG eine der letzten mir bekannten Schulen, welche die Zuordnung des Pluto zum Zeichen Widder lehrt!
