Anderthalbquadrat
Symbol:
Synonyme: Trioktil, Sesquiquadrat
Ein Aspekt, bei dem sich zwei Planeten im Winkelabstand von 135 Grad zueinander befinden. Das Anderthalbquadrat gilt als Nebenaspekt. Es kann mit einem Orbis von 2 bis 3 Grad berechnet werden und stellt ein ursprünglich von Johannes Kepler ent- und später verworfener Aspekt dar.[1][2]
Die Energie des Anderthalbquadrats ähnelt der des Quadrats. Es zählt zu den analytischen Aspekten, die Spannungen anzeigen und eine Herausforderung darstellen, daran zu arbeiten und zu lernen. Anders als beim Quadrat sind die Konflikte jedoch nicht so offenkundig. Sie können leichter verdrängt werden, und daher kommt es nicht zu einem Lerneffekt. Anderthalbquadrate zeigen eher eine schwelende Auseinandersetzung an, die lieber unter den Teppich gekehrt wird. Die damit verbundene scheinbare Entspannung ist zumeist nur von kurzer Dauer. Anderthalbquadrate signalisieren deshalb langfristige und hartnäckige Themen; besonders bei diesem Aspekt scheint eine Weiterentwicklung manchmal nur über selbstzerstörerische Antriebskräfte möglich zu sein.[3]
Der Astrologe Thomas Ring spricht auch von einem "Riss im Gefüge".
In der Kosmobiologie gelten Anderthalbquadrate als wichtige Aspekte. Im dort gebräuchlichen 90°-Kreis erscheinen sie, wie die eng verwandten Halbquadrate, als Oppositionen.
Quellen und Anmerkungen
- ↑ Kepler, Johannes: Von den gesicherten Grundlagen der Astrologie. Chiron-Verlag, Mössingen 1999, These 40.
- ↑ Claudius Ptolemäus (2. Jh. n. Chr.) erwähnt allerdings an einer Stelle das Anderhalbquadrat im Tetrabiblos, 1. Buch, § 13
- ↑ Akron: Das Astrologiebuch. Hugendubel-Verlag, München 1995