Arno Müller

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Arno Müller
Geburtshoroskop von Arno Müller

Der Psychologieprofessor und Astrologieforscher Arno P. Müller wurde am 24. März 1930 um 3:30 Uhr in Stuttgart geboren[1], er starb am 12. März 2005 in Waldmohr[2].

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Im Alter von 8 Jahren erkrankte Arno Müller an Polio, die ihn behinderte. Er war mit Gisela Müller verheiratet (* 2. November 1941, 7:00 Saarbrücken) [3].

Arno Müller studierte Psychologie in Tübingen und Freiburg i.Br., und war von 1954 bis 1956 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg, wo er sich u.a. mit dem Gebiet der ‚Geistigen Heilung’ befasste. 1957 promovierte er mit einer Arbeit über 'Die Möglichkeiten und Grenzen der Graphologie bei der diagnostischen Erfassung der Unfallgefährdung’. Von 1962 bis 1994 leitete er die psychologische Abteilung der Untersuchungsstelle für Verkehrstauglichkeit an der Universität des Saarlandes; dort habilitierte er sich 1976 für das Fach ‚Medizinische Psychologie’. Er verfasste rund hundert Arbeiten auf den Gebieten der Verkehrspsychologie, der Graphologie, sowie der Astrologie. Als Summe seiner graphologischen Forschungen kann sein 2003 erschienenes Buch ‚Berühmte Frauen von Maria Stuart bis Mutter Teresa – Persönlichkeit, Lebensweg, Handschriftenanalyse’ gelten[2].

Freunde, die am Institut von Hans Bender (IGPP) und später in der Verkehrspsychologie mit Arno Müller zusammenarbeiteten, schätzten seine ruhige, liebenswürdige und lebendige Art. Er war ein verständnisvoller Freund, unkompliziert, und in seiner Hilfsbereitschaft, wenn nötig, unkonventionell. Stille Bewunderung fand die natürliche Art, wie er mit seiner Behinderung umzugehen wusste. Eine von ihm selbst konstruierte Beinschlaufe machte es ihm sogar möglich, Auto zu fahren. Sein Erfindungsgeist zeigte sich in praktischen Alltagsdingen ebenso wie im Auffinden neuer diagnostischer Untersuchungswege, welche oft mit Schreiben und Sprache zu tun hatten. Von früh auf lernte er mit seinen Kräften hauszuhälten. Er entwickelte, vermutlich in Kompensation zu seiner gefährdeten Gesundheit, einen ausgesprochen starken Willen[4].

Astrologie

Arno Müller überprüfte anhand selbst erhobener Daten die von Michel Gauquelin und Françoise Schneider-Gauquelin statistisch gefundenen Effekte, u.a. den berühmten Mars-Effekt. Allgemein stellte er nicht die von Gauquelin gefundenen Effekte als solche in Frage, sondern testete die von Gauquelin daraus abgeleiteten Hypothesen.

Überprüfung der "Character - Trait - Hypothese" (CTH)
Diese These besagt, dass berühmte Vertreter bestimmter Berufsgruppen bevorzugt zu einem Zeitpunkt geboren werden, an dem die Himmelskörper Mars, Jupiter, Saturn oder Mond aufgegangen sind oder kulminiert haben (d.h. sich in den sog. Gauquelin-Sektoren befinden); dies traf beispielsweise bei Spitzensportlern für Mars und bei Wissenschaftlern für Saturn zu. Weiterführende Untersuchungen sprachen dafür, dass auch mit den zugrundeliegenden berufstypischen Charaktereigenschaften Zusammenhänge bestehen, also z.B. zwischen

  • (sportlichem) Kampfgeist und Mars-Position
  • (wissenschaftlicher) Genauigkeit und Saturn.

Bei Müllers Untersuchungen ergab sich jedoch keinerlei Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften, wie sie aus den Kurzbiographien entnommen worden waren, und Gestirnspositionen, die nach der Hypothese Gauquelins mit diesen Eigenschaften korrespondieren sollten. Auch die Anwendung verschiedener methodischer Variationen führte zu keinen positiven Ergebnissen. In Verbindung mit den vorangegangenen Kontrollstudien wird man deshalb die Gauquelinsche Character-Trait-Hypothese als widerlegt betrachten müssen[5].

Überprüfung der "Eminenz-Hypothese"
Gauquelin stellte eine so genannte "Eminenz-Hypothese" auf, nach der die gefundenen Korrelationen zwischen Planetenstellung und ausgeübter Tätigkeit mit steigender Berühmtheit (= "Eminenz") der betreffenden Personen steigen müssten. Müller konnte anhand seiner eigenen Datenerhebungen allerdings keine solche Verbindung feststellen. Hieraus entspann sich zwischen Müller und Suitbert Ertel ein Disput darüber, ob die Eminenz-Hypothese grundsätzlich zu verwerfen oder nur zu modifizieren sei[6].

Publikationen

Reihe: Astro-Forschungsdaten

  • Bd. 1: 402 italienische Schriftsteller. 53 Seiten. Waldmohr 1991 ISBN 392543903X
  • Bd. 2: 612 berühmte Männer. 58 Seiten. Waldmohr 1992 ISBN 3925439048
  • Bd. 4: 234 berühmte Frauen. (mit Edith Lührs) Waldmohr 1993 ISBN 3925439080
  • Bd. 4: 1145 Angehörige deutscher Dynastien. (mit Günther Menzer) Waldmohr 1993 ISBN 3925439072
  • Bd. 5. 1083 Mitglieder der französischen "Académie de Médicine". 89 Seiten. (mit Suitbert Ertel) Waldmohr 1994 ISBN 3925439099

Artikel

  • Vollmond und Verkehrsunfälle, in: Zeitschrift für Anomalistik, Bd. 2, Nr. 3

Quellen und Anmerkungen

  1. AstroDatabank: Das Taeger-Lexikon gibt als Quelle die Geburtsurkunde an, über Vater und Krankenhaus.
  2. 2,0 2,1 Telesma Verlag: Autorenportrait Arno Müller
  3. AstroDatabank Arno Müller
  4. Informationen von Gisela Müller, wiedergegeben auf Grafologie.ch
  5. Ertel: Arno Müller
  6. Kocku von Stuckrad: Geschichte der Astrologie. C.H.Beck, 2007 ISBN 340654777X S. 362
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