Asteroid
Synonyme:
- Planetoid (wörtlich: "Planetenähnlicher")
- Kleinplanet (nicht zu verwechseln mit Zwergplanet; deswegen wird dieser Begriff heute nur noch selten verwendet)
Es handelt sich bei den Asteroiden ursprünglich nur um Kleinplaneten, die sich überwiegend zwischen den Planeten Mars und Jupiter, im so genannten Asteroidengürtel, um die Sonne bewegen. Die ersten und bis heute bekanntesten Asteroiden wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt: Ceres, Pallas, Juno und Vesta. Ceres, Pallas und Vesta sind die drei größten Asteroiden. Diese Bezeichnung gilt für Ceres allerdings nurmehr astologisch, denn in der Astronomie wurde Ceres am 24.08.2006 von der IAU zu einem Zwergplaneten hinaufgestuft.
Die Begriffe Asteroid (wörtlich: "Sternähnlicher") bzw. Planetoid wurden von Astronomen ursprünglich gewählt, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich bei ihnen nicht um "richtige" Planeten handelt. Im astrologischen Sprachgebrauch ist von Asteroiden vor allem im Zusammenhang mit Kleinplaneten aus dem erwähnten Asteroidengürtel die Rede, insbesondere den genannten vier. Sie werden so von einer anderen wichtigen Gruppe von Kleinplaneten unterschieden, den Kentauren.
Sofern die Bahn eines Asteroiden zuverlässig berechenbar ist, besitzt er eine Asteroidennummer.
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Astronomie
Aus astronomischer Sicht können folgende Klassen von Asteroiden unterschieden werden:
- Sonnennahe Asteroiden, z.B. Icarus
- Erdnahe Asteroiden, z.B. Eros
- Asteroiden zwischen Mars und Jupiter: Asteroidengürtel
- Kentauren oder Zentauren
- KBO's, also Objekte des Kuiper-Gürtel:
- * Resonante KBO's: neben dem Zwergplaneten Pluto, gehören hierzu alle weiteren Plutinos, z. B. Orcus und Ixion.
- * Cubewanos, z.B. der Zwergplanet Quaoar
- * SDO's (wikipedia-de: Scattered disk objects, d.h. "gestreute Asteroiden"), z.B. Eris (Zwergplanet) und auch Sedna
- Nicht-klassifizierbare Asteroiden, z.B. Hidalgo
Die Bestimmung der Größe der Asteroiden, die auch Einfluss auf die astrologische Deutung haben kann, wird gerade bei kleineren oder weit entfernten Asteroiden nur aufgrund der Albedo vorgenommen und ist damit mit Unsicherheiten behaftet.
Deutung
In der Astrologie haben die Asteroiden lange Zeit keine besondere Rolle gespielt. Dazu trug ihre geringe Größe bei. Darüber hinaus ist ihre Zuordnung zu bestimmten Tierkreiszeichen schwierig und umstritten. Seit den Achtzigerjahren gibt es ein langsam wachsendes Interesse an ihnen, insbesondere an den vier erstentdeckten Asteroiden: Ceres, Pallas, Juno und Vesta. Sie gelten als weibliches Gegengewicht zu den ansonsten weitgehend nach männlichen antiken Göttern benannten Planeten. Bei der Namensgebung der vier größten ist auffällig, dass drei aus der römischen Tradition stammen (Ceres, Juno und Vesta), und einer aus der griechischen (Pallas).
Für die Astrologie hat die Klassifizierung der Asteroiden insofern Bedeutung, als die Sonnenentfernung zumindest ein Anhaltspunkt für die Deutung darstellt.
- So nimmt man etwa für die Objekte des Kuiper-Gürtels an, dass sie, ähnlich wie Pluto, eine Auswirkung haben, die primär rein energetischer, damit nicht-materieller Natur ist. Nicht selten sind hier in irgendeiner Art und Weise auch die Themen Tod und Jenseits, aber auch Aspekte der Schöpfung angesprochen.
- Kentauren wiederum bewegen sich im Bereich der äußeren Planeten und vermitteln energetisch zwischen den Planeten, deren Bahnen beteiligt sind. So wird Chiron als Kentaur im Spannungsfeld zwischen Saturn und Uranus betrachtet.
- Im Asteroidengürtel sind oft die Themen beheimatet, die lebensweltlich und naheliegend sind, wie z. B. Heirat/ Ehe (Juno), oder Ernährung (Ceres).
Siehe auch
- Asteroidengürtel (mit Liste wichtiger Asteroiden)
- Kentauren (mit Liste wichtiger Kentauren)
- Kuiper-Gürtel (mit Liste wichtiger KBO)