Chaldäer

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Ursprünglich die Bezeichnung für die Angehörigen des gleichnamigen aramäischen Volkes, das im südlichen Mesopotamien beheimatet war. Im 7. vorchristlichen Jahrhundert übernahmen die Chaldäer die Herrschaft über Babylon. Ihr bekanntester König war Nebukadnezar II. Unter der Chaldäer-Dynastie erlebten Astrologie und Astronomie eine besondere Blüte. Dadurch wurde der Begriff in der Antike zum Synonym für Astrologen und Wahrsager. Im Römischen Reich wurde er zusehends in abwertendem Sinne benutzt, da die Trivialastrologie mit ihren groben Prognosen einen immer größeren Raum einnahm. Unter Kaiser Augustus um die Zeitenwende gab es mehrere Dekrete, alle "Chaldäer", das heißt Astrologen und Wahrsager, aus Rom zu verbannen und die astrologische Literatur zu verbieten. Praktischen Erfolg hatten sie jedoch nicht, weil die Bevölkerung danach verlangte (Geschichte der Astrologie).

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