Crux
Das Kreuz des Südens (Crux)[1] ist ein kleines aber auffälliges und sehr bekanntes Sternbild. Die vier hellsten Sterne bilden ein markantes Kreuz am Himmel. Es liegt inmitten des hellen Bandes der Milchstraße. Südlich ist eine auffällige Dunkelwolke, der „Kohlensack“, zu sehen. Das Sternbild ist im Osten, Westen und Norden vom ausgedehnten Sternbild Zentaur umgeben. Von Mitteleuropa aus ist es nicht zu sehen.
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Geschichte
Das Kreuz des Südens ist keines der 48 klassischen Sternbilder der Antike. Zur Zeit des antiken Griechenlands war das Sternbild zwar noch am nördlichen Sternenhimmel zu sehen, wurde aber dem Zentauren zugeordnet. Durch die Präzessionsbewegung der Erde hat sich die sichtbare Position des Sternbildes inzwischen nach Süden verschoben.
Als die europäischen Seefahrer im 16. Jahrhundert die südlichen Meere durchfuhren, wurden sie wieder auf das Sternbild aufmerksam, wobei sie darin das Kreuz des christlichen Glaubens sahen. Das Kreuz diente ihnen auch zur Orientierung, da die senkrechte Achse zum südlichen Himmelspol zeigt. Die Sterne des Kreuzes als Orientierungshilfe waren bereits 1501 Amerigo Vespucci bekannt, genauer beschrieben wurden die Positionen von Andrea Corsali 1515. Als Sternbild in seiner heutigen Form wurde es zum ersten Mal 1589 von Petrus Plancius auf einem Globus gezeichnet (auf einem Globus von 1589 befindet es sich noch falsch beim Eridanus). Johann Bayer übernahm es nicht in seinen 1603 erschienenen Sternatlas Uranometria. Es tauchte erst in Hevelius' Atlas Firmamentum Sobiescianum (Uranographia) wieder auf.
Wichtige Fixsterne
| Name | Katalogname | Mag | ekl. Breite | Pos. 1900 | Pos. 1950 | Pos. 2000 | Pos. 2050 | Natur (klassisch) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Decrux | δ-Crucis | 2.8 | 50°25' s | 04°17' |
04°58' |
05°39' |
06°21' |
Venus/ Jupiter |
| Gacrux | γ-Crucis | 1.6 | 46°28' s | 05°20' |
06°02' |
06°44' |
07°26' |
Venus/ Jupiter |
| Juxta Crucem | ε-Crucis | 3.6m | 51°12' s | 06°54' |
07°35' |
08°16' |
08°58' |
Venus/ Jupiter |
| Becrux/ Mimosa | β-Crucis | 1.3 | 47°58' s | 10°16' |
10°57' |
11°38' |
12°20' |
Venus/ Jupiter |
| Acrux | α-Crucis | 0.8 | 51°37' s | 10°29' |
11°10' |
11°52' |
12°34' |
Jupiter |
Wirkung
Da das Kreuz des Südens früher dem Zentauren zugeordnet wurde (Hinterbeine und -hufe), kann hier auch die Wirkung, die Ptolemäus beschrieben hat, Anwendung finden[2]: "Im Centauren gehört der menschliche Teil der Venus und Merkur an, die hellen Sterne in der Pferdebildung sind der Venus und Jupiter der Art nach." Acrux hat allerdings laut Vivian Robson nur die Natur Jupiters[3].
Quellen
- ↑ Beschreibung und Geschichte des Sternbilds von Wikipedia übernommen.
- ↑ Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. Chiron Verlag 2. Auflage 2000 S. 43 ISBN 3925100172
- ↑ Vivian Robson: Fixsterne. Bedeutung und Konstellationen im Horoskop. Hugendubel Verlag München 1990 S. 103 ISBN 3880344612