Cyril Fagan

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Cyril Fagan
Cyril Fagan: Geburtshoroskop

Der irische Astrologe und Historiker Cyril Fagan wurde am 22. Mai 1896 um 12:25 Uhr GMT [1] in Dublin, Irland, geboren. Er starb am 1. Mai 1970 in Tucson, USA.

Biographie

Fagan war im Brotberuf ein untergeordneter Beamter; eine ihn langweilende Tätigkeit, die ihm aber die Zeit und den Freiraum gab, sich intensiv mit antiker Astronomie, Mathematik, Sprachen und der modernen Astrologie zu beschäftigen; wobei er im Dialog mit Experten des Britischen Museums und anderer Institutionen seine Kenntnisse vertiefte. Zudem bildete die Theosophie (siehe Helena Petrovna Blavatsky) eine Grundlage seines Denkens und Fühlens, was später von einer Neigung zum Buddhismus abgelöst wurde.

In seinem Ruhestand ab 1956 zog Fagan zunächst nach Tanger (Marokko), 1966 dann nach Tucson in Arizona (USA), wo er 1970 nach einem Sturz, dem ein Schlaganfall im Jahr 1969 vorausgegangen war, verstarb.

Astrologie

Fagan war schon am 7. Februar 1922 Mitbegründer der ersten irischen Astrologie-Gesellschaft, der Irish Astrological Society[2].

Er wird vor allem als ein Erneurer der auf dem siderischen Tierkreis beruhenden westlichen Astrologie betrachtet - von der spätantiken klassischen Astrologie aus besehen, wenn man unterstellt, diese hätte entweder siderisch gearbeitet oder aufgrund des damaligen geringen Unterschiedes nicht zwischen tropischem und siderischem Frühlingspunkt differenziert. Entsprechend seiner Arbeiten zum siderischen Tierkreis gibt es heute das sog. Fagan-Allen-Ayanamsha.

Astrologisch stand er dreißig Jahre lang auf dem Boden der westlichen Astrologie mit ihrem tropischen Tierkreis. Das Jahr 1944 markiert seine Hinwendung zum siderischen Tierkreis. Dieser Zäsur folgten im Laufe der nächsten Jahre seine ersten Veröffentlichungen dazu, auf Basis babylonischer Quellen (so dass er sich vom indischen siderischen Tierkreis unterschied). Er trat für die Sache vehement ein, während er andererseits die Astrologie des tropischen Tierkreises zunehmend einer Kritik unterzog, die er vielfach in Zeitschriften und Büchern veröffentlichte - allerdings immer nur in den USA, da er dort weniger Widerstand gegen seinen Standpunkt vorfand.

Weiterhin wurde er bekannt mit Arbeiten zu den frühantiken Wurzeln der Astrologie, speziell in Bezug auf Ägypten und Mesopotamien.

Tatsächlich fand in den USA ab den späten 1940er Jahren eine wesentlich breitere Rezeption seiner Forschungen zu den frühen Formen der Astrologie und Astralreligion statt.

Speziell die Diskussion um das achtteilige Häusersystem des Oktotopos geht auf ihn zurück. Im Unterschied zu sonstigen Veröffentlichungen zu dem Thema wurden bei ihm dessen Horoskophäuser explizit im Uhrzeigersinn gezählt - wie er anhand eines von ihm selbst übersetzten spätantiken Fragments belegt haben will.

Werke

  • Fixed Zodiac Ephemeris for 1948. The National Astrological Library, Washington (D.C.), 1948
  • Zodiacs Old and New. Llewellyn Foundation for Astrological Research, Los Angeles 1950
  • The Symbolism of the star constellations. Moray Press, London 1962
  • Astrological Origins. Llewellyn Publications, St. Paul 1971
  • The Solunars Handbook. Clancy Publications, Tucson 1976
  • Primer of Sidereal Astrology (mit Roy Charles Firebrace). American Federation of Astrologers Inc., Littlejohn 1971
Fagan

Weblinks

Zu Leben und Wirken von Fagan:

Literatur

  • James Herschel Holden, Hughes, Robert: Astrological Pioneers of America. American Federation of Astrologers, Tempe (USA) 1988

Quellen

  1. Geburtsdaten und wesentliche Inhalte aus dem Englischen von AstroDatabank
  2. radical-astrology.com