Deutscher Astrologen-Verband

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Gründungshoroskop des DAV.

Der Deutsche Astrologen-Verband (DAV) wurde am 16. Oktober 1947 um 10.06 Uhr auf Initiative von Ludwig Stenger in Wiesbaden gegründet. Er ist mit zeitweise über neunhundert (2011: achthundert) Mitgliedern die größte und wichtigste Vereinigung von Astrologen im deutschsprachigen Raum.

Der DAV verfügt zudem über eine umfangreiche Datenbank, eine Leihbücherei sowie eine Audio- bzw. Videothek. Offizielles Organ war lange die Zeitschrift Meridian, die sechsmal im Jahr erscheint, sie ist noch heute empfohlene Zeitschrift des DAV. Regelmäßig erhalten alle Mitglieder auch einen Rundbrief vom Verband.

Geschichte

Der DAV[1] knüpft an die Tradition der von Hugo Vollrath gegründeten Deutschen Astrologischen Gesellschaft (DAG) sowie der Astrologischen Gesellschaft in Deutschland (AGiD) an, sowie an die Astrologische Zentralstelle unter Hubert Korsch, die bis zur Herrschaft der Nationalsozialisten großen Einfluss ausübten. Die Nazis untersagten ab 1937 zunehmend jede unabhängige astrologische Betätigung und verboten 1939 die Berufsverbände.

Vorstand seit dem 2.10.2015.[2]

Die Gründer/innen des DAV knüpften 1947 bewusst an die frühere Blütezeit der deutschen Astrologie und damit an die Tradition der astrologischen deutschen Fachverbände an. So wurden die bereits 1933 eingeführten Verbandsprüfungen reaktiviert, um einen Befähigungsnachweis der ernsthaften Astrologen/ innen zu schaffen. 1950 gehörten dem DAV zirka hundert Mitglieder an, davon 54 Mitglieder mit abgelegter Verbandsprüfung.

Seit 1981 findet ein jährlicher Kongress unter dem Titel "DAV-Tagung" bzw. "Deutsche Astrologie-Tage" statt, mit namhaften Referenten aus dem In- und Ausland.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem:

Vorsitzende

Ziele und Aufgaben

  • Aufklärung der Öffentlichkeit über Möglichkeiten und Grenzen einer seriös betriebenen Astrologie
  • Unterstützung vorurteilsloser Forschung
  • Prinzip der Toleranz gegenüber anderen Methoden
  • Vertretung der berufspolitischen Interessen seriös arbeitender Astrologen und Astrologinnen

Dem Engagement des DAV ist es zu verdanken, dass "Astrologe" inzwischen bei der deutschen Arbeitsagentur als eigene offizielle Berufsbezeichnung existiert[4].

Der DAV versucht, möglichst unterschiedlichen astrologischen Richtungen und Schulen eine Heimat zu bieten. Hierfür hat er verschiedene Sektionen eingeführt[5]:

  1. Astrologische Forschung
  2. Kosmobiologie
  3. Mundan- und Wirtschaftsastrologie
  4. Medizin und Astrologie
  5. Klassische- und Stundenastrologie
  6. Huber-Schule
  7. Hamburger Schule
  8. Esoterische Astrologie
  9. Astrologie und Anthroposophie

Prüfung

Der DAV bietet außerdem eine Prüfung an, deren erfolgreicher Abschluss zum Führen des Titels "Geprüfter Astrologe DAV" berechtigt. Sie umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil, was allerdings nicht Voraussetzung für die Aufnahme in den Verband ist.
DAV-Ausbildungszentren in verschiedenen Städten Deutschlands bereiten Interessierte auf die Prüfungen vor.

Berufsgelöbnis

Der DAV verlangt von seinen geprüften Astrologen ein Berufsgelöbnis.
Im Folgenden soll der wesentliche Teil wiedergegeben werden, um zu verdeutlichen, worauf eine verantwortungsvolle Beratung gründet:

"Getragen von dem Bewusstsein der Grenzen astrologischer Aussagemöglichkeiten verbieten sich moralisch wertende Urteile ebenso selbstverständlich wie der Versuch, die Ratsuchenden zu einem bestimmten Verhalten zu drängen oder sie gar durch ängstigende konkrete Ereignisprognosen unter Druck zu setzen. Ich werde mich bemühen, meine Aussagen immer so zu formulieren, dass sie den Ratsuchenden Entwicklungs- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen und ihre Fähigkeiten stärken, eigenverantwortlich existenzielle Entscheidungen für sich zu treffen.
Niemals werde ich irgendeine Konstellation eines Horoskops als ,von Natur aus schlecht oder schädlich' hinstellen, und ich will nie etwas voraussagen, was die Ratsuchende oder den Ratsuchenden als Opfer eines unabänderlichen Schicksals erscheinen lässt, am wenigsten einen Todesfall."

Ehrungen

Goldener Jupiter 2012.

Goldener Jupiter

  • 2012: Auf dem DAV-Kongress 2012 wurde erstmals der Goldene Jupiter für herausragende astrologische Leistungen an Helen Fritsch verliehen, da es ihr 2009 gelang, Astrologie-Ausbildung von der ARGE (heute: Jobcenter) finanziell fördern zu lassen. Hierdurch erwies sie der gesellschaftlich-politischen Anerkennung der Astrologie in Deutschland einen großen Dienst.
  • 2014: Der folgende Goldene Jupiter ging an Erik van Slooten für seine großen Verdienste um die klassische Astrologie und Stundenastrologie in Deutschland, für die er jahrzehntelang beharrlich kämpfte. Insbesondere die Stundenastrologie machte er überhaupt wieder salonfähig.
  • 2016: Dieser Preis ging an Alois Treindl, der mit den Swiss Ephemeris die Grundlage für alle modernen Astrologieprogramme weltweit erstellte, die in ihrer Genauigkeit zudem noch unübertroffen ist, orientiert sie sich doch an den jeweils aktuellsten NASA-Daten. Darüber hinaus wurde er für die AstroDatabank und das AstroWiki geehrt, die ohne seinen Einsatz nicht zustande gekommen wären bzw. heute so nicht bestehen würden.

Ehrenmitglieder

Folgende verdiente Astrologen waren oder sind Ehrenmitglieder des DAV:

Weblinks

Vorstand ab dem 7.10.2011.[6]

Quellen und Anmerkungen

  1. Geschichte des Deutschen Astrologen-Verbandes
  2. Von links): Claudia Schulz (Verwaltung und Organisation), Daniela Röcken (Schriftführerin), Rafael Gil Brand (Zweiter Vorsitzender), Klemens Ludwig (Erster Vorsitzender), Birgit Lummer (Schatzmeisterin)
  3. Taeger: 150 German Astrologers
  4. Persönliche Mitteilung von Holger Faß per E-Mail am 23.4.2011
  5. DAV: Sektionen
  6. (Von links): Eckhard Kohn (Schatzmeister). Holger Faß (Erster Vorsitzender, bis 4. Oktober 2013), Thomas Weyer-Eberling (Zweiter Vorsitzender), Daniela Palermo (Organisation und Verwaltung), Manuela Kuhlmann (Schriftführung).