Diskussion:F. G. Goerner

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Vielleicht hilft nachstehender Artikel, das Bild über Goerner abzurunden:


aus ZENIT, 5. Jahrgang, August 1958, Heft 8, S. 226-27
F. G. Görner zum 60. Geburtstag
"Das Vorrecht des Könners ist die Stille. Er scheut die laute Lobpreisung. Sein gutes Recht ist die Meinung, wahres Wirken und Werken vertrüge keine Scheinwerfer. Der Autor dieser Zeilen ist sich des Engpasses bewußt, in den er sich begibt, indem er sich „coram publico" in das Leben eines Mannes einmischt, dem immer „das zwölfte Kraftfeld näher stand als das zehnte".
"F. G. Goerner blickt auf 59 Jahre seines Lebens zurück. Sein 60. Geburtstag ist Anlaß genug, an sein Werk zu erinnern, das seit Jahrzehnten das kosmobiologische Wissensgut befruchtet. Sein Hauptverdienst ist es, die tiefenpsychologische Funktion der Astrologie, die von C. G. Jung behauptet worden war, in der Praxis nachgewiesen und für sie verwertbar gemacht zu haben. Er ist der Begründer einer kosmologischen Psychotherapie. Seine Meisterschaft in der Kunst der Beschränkung auf das Beweisbare im Reich der Symbole, deren Element die Vieldeutigkeit, die „unwahrscheinliche Variationsbreite des Lebens" ist, hat ihm weite Anerkennung im Kreise der Psychologen und Psychotherapeuten verschafft, weniger unter den Astrologen. Viele von den Letztgenannten sind ihm gram, weil er stets an die Verantwortung erinnert, die sie bei jedweden Deutungen eines Geburtsbildes zu tragen haben."
"Nach F. G. Goerner ist die Aufgabe des beratenden Astrologen, des Psychotherapeuten oder des Psychologen, den Ratsuchenden dem Einklang mit jenen seelischen Kräften näher zu bringen, die ihm angeboren sind. Eine oft unentbehrliche Hilfe bei diesem Versuch ist das individuelle Geburtsbild. Seine Konstellationen sind die Wegweiser in der Zusammenarbeit zwischen Berater und Klient."
"Aus dieser Erfahrung entstand die Quadrantenlehre. Sie bringt die astrologischen Symbole in den therapeutisch verwertbaren Zusammenhang mit den Erkenntnissen der modernen Seelenheilkunde. Besonders wertvoll erweisen sich in der ärztlichen Sprechstunde die graphischen Darstellungen, die den kranken Menschen" in seiner Zeit" (Dynamogramm) und „in seinem Raum" (Geogramm) versinnbildlichen."
"Persönliche Widerwärtigkeiten, selbst die Inhaftierung im KZ konnten unseren Jubilar nie davon abhalten, seine Überzeugung zu vertreten, auch wenn sie dem Zeitgeist zuwiderlief. Wenn wir ihm heute viele weitere Jahre erfolgreichen schöpferischen Wirkens wünschen und ihm zu seinem Geburtstag herzlich gratulieren, wissen wir, daß dies auch in Zukunft seine Signatur sein wird."
Dr. Müller-Freywardt
--Karsten 10:56, 31. Jan. 2011 (UTC)
Lieber Karsten, ganz herzlichen Dank für die Mühe, die Du für Goerner aufgewendet hast, da nun dieser inzwischen fast unbekannte Astrologe auch mal gewürdigt werden kann, und er nicht, wie bisher, nurmehr als "Mithäftling von Krafft" bekannt ist. Ich habe Teile der Laudatio in den Text eingearbeitet.--Astro-rolf 10:20, 1. Feb. 2011 (UTC)