Diskussion:Alfred Witte

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Inhaltsverzeichnis

Zum Begriff "Hamburger Schule":

Auf dem II. Astrologen-Kongreß in Leipzig, vom 30.6. - 2.7.1923, hielt Friedrich Sieggrün Vorträge über "Astrophilosophie", "Transneptunische Planeten" und "Sensitive Punkte". In den Referaten und den dann folgenden Diskussionen tauchten erstmals die Begriffe "Hamburger Schule" und "Regelwerk" auf. Unter "Hamburger Schule" verstanden die Teilnehmer die von Alfred Witte zugrunde gelegte Lehre, als deren Verkünder und Sprecher Sieggrün aktiv wirkte. Er nahm in Leipzig als Vertreter der "Hamburger Astrologenschule" teil, (vgl. "Astrologische Rundschau", 14. Jahrgang, Heft 2, August 1923, Seite 11-15 und 25-29 sowie "Astrologische Blätter", 5. Jahrgang, Heft 5, August 1923, Seite 84: Im Bericht über den "Zweiten Astrologenkongreß in Leipzig" wird auf die "Hamburger Schule" , auf den "Hamburger Astrologenkreis" und auf das engagierte Eintreten Friedrich Sieggrüns hingewiesen. --Karsten 18:43, 21. Feb. 2009 (UTC)

Einfühungsabschnitt

Vorschlag/Entwurf zum Artikel, Einführungsabschnitt

... gilt als Begründer einer methodischkritischen Auswertungsmethode (1913-1925), die von Außenstehenden als „Hamburger Schule" bezeichnet wurde. [1]

[2] In den Berichten über den „Zweiten Astrologenkongreß in Leipzig" werden von den Teilnehmern in den Diskussionen die Begriffe „Hamburger Schule", „Regelwerk", „Hamburger Astrologenkreis" und „Hamburger Astrologenschule" erwähnt, worunter die Teilnehmer die von Alfred Witte zugrunde gelegte Lehre verstanden, die Friedrich Sieggrün mit seinen Vorträgen "Astrophilosophie", "Transneptunische Planeten" und "Sensitive Punkte" vorgestellt hatte. --Karsten 15:02, 22. Feb. 2009 (UTC)

Ich denke, der von Dir vorgeschlagene Inhalt der Fußnote 1 ist besser im Artikel Hamburger Schule aufgehoben als hier bei Witte, da es ja die Entstehungsgeschichte der Schule bzw. des Begriffs betrifft. Soweit dort noch nicht enthalten, kannst Du ihn ja dort gerne einarbeiten, Du hast ja jetzt Editorenrechte. ;-) Der andere Satz kann hier gerne rein. --Astro-rolf 15:33, 22. Feb. 2009 (UTC)

Alfred Witte

Geburtsurkunde, Reg-Nr. G 3/678/78, Standesamt Hamburg-Eimsbüttel:

Alfred Carl Christian Witte

  • 02.03.1878 in Hamburg-Eimsbüttel "... nachmittags zehn Uhr ... "

Hamburg-Eimsbüttel: +53°33'10"/+009°59'31" - Auskunft des Standesamtes liegt mir vor. Anmerkung: "nachmittags zehn Uhr" = 22:00 OZ = 21:20 WZ/UTC --Karsten 21:43, 21. Feb. 2009 (UTC)

Dies ist die Zeitangabe der Astrodatabank, sie beruft sich auf: Witte, Alfred: "Der Mensch eine Empfangsstation kosmischer Suggestionen". Hamburg, o. J. ISBN 3920807111. Wenn Du, Karsten, diese Literatur zur Verfügung haben solltest, sieh doch bitte nach. Denn wenn es eine Korrektur von Witte selbst ist, hätte die hier Vorrang vor der Geburtsurkunde. --Astro-rolf 07:36, 22. Feb. 2009 (UTC)

Im zuvor zitierten Buch steht auf S. 4 "21 Uhr 12 OZ"; mit dieser Zeit habe Witte gearbeitet (Ludwig Rudolph) - parallel dazu die standesamtlich eingetragene Zeit zu nennen wäre eine Bereicherung. --Karsten 13:52, 22. Feb. 2009 (UTC)

Nun müssen wir aber aufpassen nicht durcheinander zu kommen: Wenn von 21:12 OZ die Rede ist, dann ist das NICHT WZ! Entweder ist da ein Abschreibefehler passiert, und Witte hätte eigentlich 21:12 GMT gemeint (wie von Dir vorher oben angeführt, als Umrechnung von 22:00 OZ auf WZ). Oder er hat eine Geburtszeitkorrektur gemacht und meint tatsächlich 21:12 Ortszeit (LMT).
Kannst Du da aufklären? Was sollen wir denn jetzt nehmen?
  • 22:00 LMT
  • 21:12 LMT
  • 21:20 GMT
--Astro-rolf 14:18, 22. Feb. 2009 (UTC)


Es gibt nur zwei Zeitangaben:

  • Laut Standesamt: "22:00" OZ/LMT = 21:20 WZ/GMT
  • Laut Witte-Buch, S. 4: "21:12 OZ"/LMT = 20:32 WZ/GMT (MC 26°28' Krebs)

Mit der Geburtszeit 21:12 OZ habe Witte gearbeitet (Äußerung von Ludwig Rudolph, deshalb steht diese Zeit im Witte-Buch). --Karsten 14:37, 22. Feb. 2009 (UTC)

So, ich hoffe, so ist das nun in Ordnung... --Astro-rolf 14:46, 22. Feb. 2009 (UTC)



Todesumstände

Es wäre vielleicht noch interessant, etwas über die Todesumstände zu schreiben, da Witte, so weit ich weiß, regelmäßig vor seinem Freitod von der Gestapo verhört worden sein soll und ein Selbstmord ihm in diesen Verhören als einzig möglichen Ausgang "ohne Negativfolgen für seine Familie" nahegelegt wurde. Die Verhaftungswelle setzte nach der Flucht am 09.06.1941 von Rduolf Heß ein, insofern fällt der Todeszeitpunkt (4. 8. 1941) von Witte genau in diese Zeit. Eine inoffizielle Hinrichtung durch die Gestapo, die keineswegs ungewöhnlich gewesen wäre, wäre durchaus möglich und ggf. zu diskutieren.--Hippokrates 09:29, 20. Jun. 2009 (UTC)


Carl-Otto Fleischhauer schreibt (in "Alfred Witte. Landmesser und Astrologe - und die Heß-Affäre." Michael Feist (Edition Astrologie), Hamburg 2000, 2003, S. 79-80, 108, ISBN 3-00-012760-7):

"Es steht nunmehr fest, dass ein sehr hasserfüller Gegner der Astrologie in der Hamburger Sternwarte sass und starken Einfluss auf die Ablehnung der Witte'schen Findungen durch die Reichskulturkammer und die Einstellung der Gestapo zur Astrologie hat. Es ist nicht bekannt, ob Witte und seine Anhänger diesen 'Feind' gekannt haben."

"Es ist mir bis jetzt nicht bekannt, dass Witte durch direkte Einwirkung der Gestapo umgebracht worden ist, vielmehr ist sein Selbstmord aus Sorge um seine Familie anzunehmen. Er starb unverurteilt als Beamter und konnte so seinen Angehörigen das Witwen- und Waisengeld erhalten. Indirekt haben ihn die Astrologenverfolgungen und während seiner 'Meldungen im Stadthaus' vermutlich ausgesprochene Drohungen besorgt gemacht. Das Schicksal seines Verlegers Ludwig Rudolph, der (im Juni) 1941 ins KZ Fuhlsbüttel kam und wie viele andere ein Opfer der Astrologenverfolgungen wurde, zeigt, wie ernst die Lage auch für Witte war. Vermutlich hat Witte von der Verhaftung seines Freundes Rudolph oder anderer ihm bekannter Astrologen erfahren und daraufhin den Freitod gewählt."

Über die Astrologenverfolgung schreibt Jochen Schramm in "Sterne über Hamburg. Die Geschichte der Astronomie in Hamburg", Hamburg 1996, ISBN 3-9803192-6-1 - --Karsten 10:16, 20. Jun. 2009 (UTC)

Interesesant: "Vermutlich hat Witte von der Verhaftung seines Freundes Rudolph oder anderer ihm bekannter Astrologen erfahren und daraufhin den Freitod gewählt." Davon hat Witte sicher nicht "vermutlich", sondern ganz "sicher" erfahren. 2 Monate später starb Witte. Mir scheint, daß es sich bei den Todesumständen noch um einen "schwarzen Fleck" handelt.--Hippokrates 10:57, 20. Jun. 2009 (UTC)

Als Witte starb, war Rudolph bereits wieder aus dem KZ entlassen worden - der größte Teil seiner Bücher (er betrieb eine Buchhandlung und einen Verlag) war beschlagnahmt und vernichtet worden. Nebenbei: Rudolph bekam nach dem Krieg keine Entschädigung, sie wurde ihm verweigert. Von Wittes Tod erfuhren die Behörden-Mitarbeiter im Amt am selben Tag, Montag, 04.08.1941. Herr Carl-Otto Fleischhauer war einer von seinen Mitarbeitern und noch Lehrling. Witte wurde am Morgen des 04.08.1941, an einem Montag, von seiner Frau tot aufgefunden. Sie fand ihn auf dem Dachboden des selben Hauses, in dem er auch mit seiner Familie wohnte, Mühlendamm 16, Hamburg. Er hatte sich erhängt, so sah es aus, so mutmaßte man. Alles andere, z.B. Erhängen durch Fremdeinwirkung, wäre Spekulation. Denkbar wäre viel, besonders weil Gestapo und andere Geheimdienste im Hintergrund wirkten (Beobachtungen, Witte mußte sich regelmäßig melden) - aber belegt ist diesbezüglich nichts. Belegt sind "nur" die Beobachtungen/Verfolgungen (Buch von Schramm). --Karsten 11:49, 20. Jun. 2009 (UTC)

Wg. Verfolgungen siehe http://www.friedensblitz.de/sterne/krieg/Astrologie.html --Karsten 11:58, 20. Jun. 2009 (UTC)
Daß seine Frau ihm im selben Haus morgens aufgefunden hat, spricht von den Indizien her deutlich für Selbstmord. Ein gewaltsam durch die Getapo herbeigeführter Tod wäre unter den räumlichen Bedingungen nicht unentdeckt geblieben.--Hippokrates 12:24, 20. Jun. 2009 (UTC)

Urheberrechtsvermerk entfernt

Aufgrund der starken Bearbeitung und Erweiterung der Seite habe ich den Urheberrechtsvermerk rausgenommen. --Astro-rolf 16:15, 3. Jul. 2009 (UTC)

Grund f. Verbot Regelwerk 1936

Lieber Karsten, falls Dir noch nicht bekannt: Das Regelwerk wurde 1936 in Deutschland aufgrund der Anmeldung der Übersetzung für die US-Ausgabe (Richard Svehla, siehe Hans Niggemann) verboten. Schreibt Ludwig Rudolph in Ebertins Zeitschrift "Mensch im All", Ausgabe November 1936.--Andreassolar 22:09, 21. Aug. 2009 (UTC)


Astrologie berührt viele Bereiche und muss deswegen irgendwo immer anecken, anstossen. Zum Hintergrund: Hinter der "Anmeldung der Übersetzung für die US-Ausgabe" steht ein vorangegangener Vorgang, den Ludwig Rudolph nicht veröffentlichte, nämlich dass das RW verboten worden sei, weil es zu viele Texte enthielt wie z.B. "unfähiger Führer", usw. Mir liegt die Korrespondenz vor, die er deswegen mit Lefeldt und der Reichsschriftkammer geführt hatte, um (vergeblich) die Aufhebung des Verbots zu erwirken. Für Rudolph ging es um die Idee und um Geld, denn auch seine beruflich-wirtschaftliche Existenz wurde bedroht (er hat nach 1945 keine Entschädigung erhalten). Den Machthabern ging die "Hamburger Schule" zu weit, so wie ab 1941 die Astrologie insgesamt.

Deswegen auch fühlte sich der Sternwarten-Direktor ermutigt, die Gestapo auf die öffentlich auftretenden Astrologen wie Wulff (der nicht zum Kreis der "Hamburger Schule" zählte) und andere, darunter auch auf Witte, zu "hetzen", steht alles im Buch "Sterne über Hamburg - Die Geschichte der Astronomie in Hamburg" (Johann Schramm, Hamburg 1996, ISBN 3-9803192-6-1).

Ebertin mit seiner nationalen Einstellung (die die meisten hatten, auch Liberale, Freidenker usw., entsprach dem allgemeinen Zeitgeist) war gewiss kein Nazi - aber er versuchte, sich anzupassen, nicht aufzufallen, sein kleines gebrechliches Schifflein durch die Gefahren zu steuern - um dann 1941 das gleiche Schicksal zu erleiden.

Astrologie wurde und war (und wird) überall dann verboten, wenn die Oberschicht mit ihren politischen oder religösen Gründen ein monokausales Weltbild verfolgen. Dazu gehört deren Anspruch, den Menschen durch Erziehung, Ausbildung, Fortbildug, Weiterbildung dahin zu seinem Glück (und deren aller) bringen zu wollen, wohin man ihn aufgrund einer politischen oder religösen Idee haben will.

Astrologie enthält dagegen zwangsläufig (wegen des Geburtshoroskops) die Betonung auf das angeborene, mitgebrachte Individuelle, es geht um das Einzigartige (wie z.B. Begabungen) im Menschen, das sich allen äußeren Einflüssen widersetzt. Astrologie beschreibt, was zum Menschen gehört, das ihm niemand nehmen kann. Ein Thema, das schon in allerlei Varianten zu Zeiten der Griechen und Römer kontrovers diskutiert wurde - und bis heute fortgeführt wird z.B. von Psychologen, Soziologen, Naturwissenschaftlern, Politikern, Theologen, Gewerkschaftlern u.a.

Die Vertreter dieser gesellschaftlich relevanten Gruppen wiederum verhindern, daß ein Astrologie e.V. nicht als gemeinnützig anerkannt werden kann; unsere aktuelle Rechtsprechung der Finanzgerichte folgt dem Kommentar von Tipke/Kruse. Danach kann Astrologie kein Forschungsgegenstand sein, keine Bildung und Erziehung vermitteln, Kunst und Kultur nicht fördern, ebensowenig Religion - kurzum, Astrologie entspricht nicht des Gesetzgebers Wertvorstellungen, die als förderungswürdig angesehen werden sollen. - Fazit: Wir können froh sein, wenn man uns in unserem Sinn weiterhin forschen, lehren und tätig sein läßt. -

Nun verstehen wir vielleicht, warum eine "Anmeldung der Übersetzung für die US-Ausgabe" nach außen hin bereits für ein Verbot herhalten mußte (so weit reichte bereits der lange Arm der Reichsschriftkammer, dass sie darüber befand, was übersetzt werden durfte und was nicht, obwohl es eigentlich allein eine Angelegenheit des Verlegers war) --Karsten 00:06, 22. Aug. 2009 (UTC)

Lieber Karsten, Ebertin mag zumindest nicht als bekennender Nazi in Erscheinung getreten zu sein, was ja das große Problem ist, wenn man seine politische Haltung zu fassen bekommen möchte. Vielleicht war er zu schlau dafür und erkannte, dass der Nationalsozialismus nicht von Dauer sein würde. Doch das Maß an, nun ja, Anpassungsfähigkeit und Selbstverleugnung, das er an den Tag legte, ist schon mehr als erstaunlich. Auch wenn er sich als Schaf im Wolfspelz darstellt, kommen bei mir manchmal Zweifel, ob da innen noch recht viel Schaf übrig war. Ich halte ihn für zwielichtig. Zumindest ist von ihm kein Versuch bekannt, sich auch nur im Mindesten vom Nazi-Regime fernzuhalten. Was er tat könnte man auch anders ausdrücken: Anbiederung. --Astro-rolf 09:32, 22. Aug. 2009 (UTC)
So jedenfalls wie der Artikel über Ebertin aufgebaut ist, hat man den Eindruck eines zweiten Dr. Josef Mengele (Hinweis auf Schädelvermessungen, Juden und andere keinen Zutritt, dann med. Astrologie etc..) Wer Ebertin nicht kennt, wird diesen Eindruck erhalten. Dann auch keine Worte über seine weitere politische Entwicklung, Anschauungen. Ich halte das für verzerrt..--Hippokrates 11:35, 22. Aug. 2009 (UTC)


Zum Thema RW, Verbot, steht das Wichtigste auf den Seiten 55-61 in Fleischhauer (Carl-Otto Fleischhauer: "Alfred Witte. Landmesser und Astrologe - und die Heß-Affäre." Michael Feist (Edition Astrologie), Hamburg 2000, 2003, ISBN 3-00-012760-7) sinngemäss das drin, was ich hier kurz abriss.

Ebertins Verdienst war auf jeden Fall, gut verständliche Lehrbücher geschrieben zu haben. Seine Anbiederungen? Sein Verhalten könnten wir so betiteln - leider haben sich viele so verhalten, sogar Heidegger bot sich Hitler als Berater an. In totalitären Systemen werden für alle Menschen die Lebenssituationen schwierig. Der eine, dem es heute darin gut geht, kann morgen das Opfer sein, wenn er nicht versteht, das Gleichgewicht zu halten. Ebertins Auslassungen zu den verschiedenen Themen (s.o.) haben nichts mit Astrologie zu tun, sie dafür zu benutzen, ist nicht tolerierbar. Das müssen wir klar unterscheiden. Bis 1933 pflegte Ebertin mit den "Neuen Sternblättern" den offenen, toleranten Gedankenaustausch - danach nicht mehr. Oft stand unter den Artikeln "... Artikel musste aufgrund von Verordnung xyz gekürzt werden ...").

Astrologie verträgt keine Anbiederung, weder zur Politik, noch zur Religon oder zur Psychologie, Soziologie oder sonstigen Wissenschaft sowie zu Medien hin. Wer sich anbiedert, wird selbst "Opfer".

Mitte der 70er Jahre hatte ich mit Bender einige Gespräche darüber. Er vertrat mit mir die Meinung, daß Astrologie aus sich heraus sich "behaupten", also beweisen muss. Es sind die Menschen, die sich für Astrologie aktiv oder passiv interessieren, die dem Thema Astrologie Gestalt geben müssen, natürlich widerspruchsfrei. Die Aussagen oder Behauptungen sollen unabhängig von Ort und Zeit von jedermann nachvollziehbar und überprüfbar sein - ein weiter Weg bis zu diesem grossen Ziel, aber im Rückblick der letzten 100 Jahre können wir kleine Fortschritte beobachten. Dazu soll "astrowiki" beitragen, indem zum Thema viel zusammengetragen wird. So kann sich jeder darüber informieren, was es alles gab und gibt. --Karsten 12:15, 22. Aug. 2009 (UTC)

Lieber Karsten, Du schreibst oben: Astrologie berührt viele Bereiche und muss deswegen irgendwo immer anecken, anstossen. Zum Hintergrund: Hinter der "Anmeldung der Übersetzung für die US-Ausgabe" steht ein vorangegangener Vorgang, den Ludwig Rudolph nicht veröffentlichte, nämlich dass das RW verboten worden sei, weil es zu viele Texte enthielt wie z.B. "unfähiger Führer", usw.
Das hatte suggeriert, damit wäre DER Führer kritisiert worden oder ähnliches. Im Leitfaden der Astrologie, Hamburg 1933, Ludwig Rudolph unter Mitarbeit von Alfred Witte, findet sich eine sechseitige Eloge auf den Reichskanzler Hitler und seine Erfolgskonstellationen. Daher halte ich es für unwahrscheinlich, dass in der verbotenen 3. Auflage (1935) Regelwerk Hitler-kritische Stellen neu eingefügt wurden - höchsten, dass evt. schon vorhandene Stellen nun als kritische Position zum NS-Regime missverstanden wurden. Das Verbot des Regelwerkes ist in erster Linie vermutlich die Folge des Einsatzes von Sternwarten-Direktor Schorr im Hamburg. Zumal der Witte-Verlag ( http://www.witte-verlag.com/Allgemeine-Artikel/Michael-Feist/Regelwerk-Rulesbook/rw.html ) selber auch nicht auf angelblich führerkritische oder als führerkritisch verstandene Stellen bezug nimmt als Erklärung für das Verbot: Grundlage für das Verbot war die Großdeutsche Polizeiverordnung von 1936. Darin heißt es unter Paragraph 1: "... der Handel mit Druckschriften, die sich mit dem Wahrsagen befassen, ist verboten." Wahrsagen wird unter Paragraph 2 definiert: "... das Voraussagen künftiger Ereignisse ... der Gegenwart und der Vergangenheit und jede Offenbarung von Dingen, die dem natürlichen Erkenntnisvermögen entzogen sind. "  ;-). Liebe Grüße. --Andreassolar 10:25, 4. Nov. 2009 (UTC)

Staatliche Dokumente über den Verbotsvorgang liegen mir nicht vor. Es könnte sein, daß Schorr als treibende Kraft hinter dem Regelwerk-Verbot steckte - er blieb für Ludwig Rudolph und die anderen unbekannt. Mir liegen Originalbriefe von Rudolph und Lefeldt, der versuchte, sich für Rudolph einzusetzen (ohne Erfolg), vor. Die Polizeiverordnung von 1936 griff (noch) nicht, denn bekanntlich sind zwischen 1936 bis 1941 weiterhin etliche Astrologie-Bücher erschienen, z.B. von Thomas Ring, Ebertin u.a. Das Regelwerk dagegen schien den Machthabern insgesamt zu weit zu gehen in Bezug auf den Anspruch an die Astrologie. --Karsten 11:37, 4. Nov. 2009 (UTC)

Lieber Karsten, die Lage für die Astrologie wie für astrologische Publikationen war in den Jahren bis 1941 keineswegs einheitlich im NS-Staat. Wesentlichen Einfluss hatten ggf. regional wirkende Leute wie Schorr, der für Hamburg ganze Arbeit leistete in seiner astrologiefeindlichen Einstellung. Die Großdeutsche Polizeiverordnung von 1936 ist aber doch lt. Witte-Verlag auf das Regelwerk angewandt worden, wie der Witte-verlag eindeutig schreibt. Ist das nun eine Falschinformation? Der Hinweis von Dir auf andere erschienene Werke widerspricht keineswegs dem Verbot des Regelwerks aufgrund genannter Verordnung. Festhalten kann man ferner, dass das Regelwerk sehr wahrscheinlich nicht wg. angeblich "führerkritischer" Passagen verboten wurde, wie gelegentlich treue Anhänger von Witte bzw. der HS mystifizierend behaupten, aber z. B. der Witte-Verlag selber nicht.--Andreassolar 10:11, 6. Nov. 2009 (UTC)

Lieber Andreas, etwas versteckte Andeutungen machte Ebertin (s. unten). Alfred Witte vertrat mit seinem Regelwerk eine nicht ns-konformgehende Astrologierichtung. Möglich, dass für das Verbot die Polizeiverordnung als Begründung herhalten musste und deren Paragraphen beim Beschluss genannt wurden. Irgendwo, in irgendeinem Archiv, lagert der Vorgang sicherlich.--Karsten 11:16, 6. Nov. 2009 (UTC)

Lieber Karsten, darf ich nochmals fragen: hat der Witte-Verlag eine Falschinformation verbreitet? Im unten stehenden Ebertin-Artikel kann ich keine Andeutung erkennen. Wie erklärst Du Dir, dass in Ebertins Mensch im All weiterhin vielfach Witte-Technik nach 1934 publiziert wurde? Weil die HS eine nicht-ns-konforme Astrologierichtung war? Du wirst inzwischen vielleicht bemerkt haben, dass auch die HS-Technik (mithin das RW), nichtprognostisch angewendet und nicht auf mundane und politische Ereignisse bezogen, offenkundig dazu beitrug, Mensch im All solange erscheinen zu lassen. Die Witte-Technik war apolitisch, wurzel- und traditionslos genug und liess sich mit der pseudowissenschaftlichen Methodik und der ereignisfixierten Deutung auch weitgehend ohne sonstigen geistigen, politischen oder philosophischen Anspruch oder gefährlichen Horizont anwenden und publizieren. Eine weitere, sich hinziehende Diskussion um nicht erkennbare Botschaften zwischen den Zeilen, Vermutungen und Spekulationen, die vom Witte-Verlag selber NICHT gestützt werden und auch durch keine sonstigen plausiblen Ableitungen (siehe die Eloge auf Hitler nach der Witte-Technik im LEITFADEN DER ASTROLOGIE 1933, die es sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass im RW 1935 neu hinzugefügte "führerkritische" Passagen abgedruckt waren; siehe die Erklärungen des Witte-Verlages zum Verbot des RW 1936, die Du weiterhin "übersiehst" ..;-) ) gestützt werden, macht vermutlich keinen Sinn.--Andreassolar 08:51, 7. Nov. 2009 (UTC)

Ich zitiere dazu noch ein wenig aus Mensch im All, z.B. März 1937, Frontblatt: Astrologie auf dem Wege zur exakten Wissenschaft, von Franz Köppl, Wien. Zitate aus der Titelgeschichte: [..]..Der verdienstvolle Präsident dieser Gesellschaft [Österr. Gesellschaft für wissenschaftliche Astrologie], Herr Norbert Riegner von Schwertau, hat es längst verstanden, die Lehre des Hamburger Gelehrten Alfred Witte verständlich zu machen, und die Lehre des Hamburgers, welche sich aus Erdumdrehung und Erdumlauf ergiebt, ist in Wien in Kreisen wissenschaftlich fortschrittlicher Astrologen anerkannt. Was die sogenannten Transneptun-Planeten anbetrifft, haben wir diese als geniale Geisteserrungenschaft von größter Tragweite erkannt.[...]. Im März 1937 auf der Titelseite. Gleiches Heft, S. 190, Ludwig Rudolph: Die Hamburger Schule nicht verboten.[...]..Es wird behauptet, die Hamburger Schule, also die Lehre Wittes sei verboten. Das sind unwahre Behauptungen, die ich zurückzuweisen bitte. Es ist auch vom Regelwerk nur ein Teil verboten.[...]. Gleiches Heft, Artikel Diskussion um die Hamburger Schule von R.E. R.E. zitiert darin eine Zuschrift eines Lesers (H.Schmidt, Essen): Ich weiß, das wir, die wir von der jungen Genertion sind, in der kommenden Zeit allein mit unseren praktischen Ergebnissen der alten Schule den schärfsten Kampf ansagen. Uns allein gehört die Zukunft, und wir werden mit der wissenschaftliche Verstandesastrologie, Witteschen Ursprungs, die jeder Kritik standhält, der morgendländischen Intuitionsastrologie das Grab schaufeln.- Es ist deutsche Wesenart, die sich hier zeigt, Klarheit des Denkens im Gegensatz zur intuitiven Erfassung, die mit anderen Worten auch instinktmäßig arbeitet und der Wesensart der niederrassigen Völker entspricht. Sie ist uns artfremd, und ihre Ablehnung ergibt sich von selbst. Keineswegs eine isolierte Haltung unter HS-Anhängern in Mensch im All, wenn sie denn mal über die Halbsummen und die schlichten Horoskop-Fälle hinausblicken. Das RW ansonsten wurde sehr wahrscheinlich (auf Initiative von Schorr vermutlich) aufgrund seiner ereignisfixierten Prognosemöglichkeiten verboten, wie man auch aus den Ausführungen des Witte-Verlages folgern kann. Denn sogenannte fatalistische Aussagen wurden eben ggf. verfolgt, wenn angezeigt von rührigen Zeitgenossen. Die Witte-Technik eignete sich gut für eine sogenannte wissenschaftliche Astrologie der neuen Zeit ab 1933, nun nicht mehr im Sinne von Korsch, sondern im Sinne von Ebertin und Gesinnungsgenossen. Immer wieder wird die HS bei Ebertin in Verbindung mit dem Wassermann-Zeitalter gebracht, von nicht wenigen Anhängern (+ Ebertin) der HS mit einer zeitgemässen, die alte Astrologie und Zeit überwindenden neuen Astrologie. Witte selber hatte nicht ganz zufällig den Namen Uranian System of Astrology für die USA als engl. Begriff gewählt. In dieser Hinsicht ist das Zitat aus der Zuschrift von H.Schmidt, Essen, durchaus typisch, auch für Ebertins Ansicht, abseits des Rassismus und orientalisch-antisemitischer Vorurteile. Ein Ironie des Schicksals nenne ich es, dass Ebertin genau wg. der Ereignisfixiertheit sich von der HS distanziert hat--Andreassolar 22:38, 9. Nov. 2009 (UTC)

Lieber Andreas, lässt sich ersehen, ob der zitierte Leserbrief auch die Meinung Ebertins wiedergibt? Dann hätten wir doch hier mal eine schöne Definition, was Ebertin denn so unter "wissenschaftlich" versteht ;-) --Astro-rolf 09:14, 10. Nov. 2009 (UTC)

Wahrscheinlich führt der genannte Artikel nicht weiter, was Deine Intension angeht, lieber Rolf. Mein Anliegen war die Untermauerung meiner Entgegnung auf Karsten und seinem ausdauerndem Bemühen, aus der HS eine nicht-ns-konforme Astrologie zu konstruieren. Ebertin kommentiert kurz die Position des Leser H.Schmidt mit den Worten: "Mag Herr Schmidt, übrigens einer der Preisträger unserer Arbeitsaufgaben ( zur Technik der HS, Anm. von mir ) aus letzter Zeit, im mancher Beziehung etwas weitgehen, der Mittelweg zwischen beiden Auffassungen wird richtig sein, so sollen odch diese Wrote der jungen Generation auch an die Ohren unbelehrbarer Grauköpfe dringen. Den die Welt schreitet fort, sie bleicht nicht sehen, und wer nicht mitschreitet, bleibt zurück. Die andere Auffassung stellt der andere zitierte Leserbrief eines Carl Schneider dar, der - in Auszügen - wie folgt schreibt: Vom System Witte aus sehe ich überhaupt keinen Anlaß, mit den Gegnern in eine öffentliche Diskussion einzutreten. Wer wirkliches Interesse an der Hamburger Schule hat, der wird sie nicht mit Wortgefechten erlernen. [...] Wir werden unseren Weg in der eigenen Wissenschaft weitergehen und uns um die offizielle oder materielle gar nicht sorgen, ob wir von ihr anerkannt werden oder nicht. Unsere Reihen in der Hamburger Schule werden immer größer, ein Zeichen, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Daher soll man auch bei den Gegnern, die sich in das System nicht heineindenken können oder wollen, nicht um Anerkennung buhlen" Die GEGNER waren vorallem Brandler-Pracht, Wilhelm Becker und Frank Glahn.--Andreassolar 10:42, 11. Nov. 2009 (UTC)


Das "Regelwerk für Planetenbilder" (3. Auflage, 1934) wurde verboten, die gesamte Auflage beschlagnahmt und eingezogen. Die Methode "Hamburger Schule" wurde nicht verboten, auch nicht Teile davon, sonst hätte Ebertin 1940 seine "KdG, Kombination der Gestirneinflüsse" nicht herausbringen können. Aus Rudolphs Brief vom 15.10.1936 an Lefeldt geht hervor: "Eine Erklärung klarer Art, warum man das "Regelwerk" verboten habe, hat man mir nicht gegeben, obgleich ich die klare Frage stellte, ob man das Werk oder die Sache verbieten wolle. Man hat lediglich im Regelwerk geblättert und einige Passagen mit negativer Bedeutung vorgelesen ... wie Verlust einer Schlacht, oder unfähiger Führer ... und dazu geäußert: "Wenn ich das schon lese, wenn ich das schon lese!" (Original liegt mir vor, abgedruckt bei Carl Otto Fleischhauer, Alfred Witte, S. 57). Am 23. Januar 1937 schrieb Rudolph an Lefeldt, dass soeben die Gestapo bei ihm gewesen sei und die beschlagnahmten Regelwerke abgeholt habe (ebenda S. 60). Die von Rudolph wiedergegebenen Äußerungen verstehe ich so, daß das Regelwerk in bedeutsamen Teilen eine nicht ns-konforme Astrologie darstellte. Das könnte der Grund für das Verbot des Regelwerks gewesen sein. --Karsten 14:07, 11. Nov. 2009 (UTC)

Ich kann keine nicht-ns-konforme "Astrologie" ansich erkennen, nur einige Passagen mit negativer Deutung bestimmter Konstellationen, denen bei der HS eben die sonst mögliche alternative (psychologische) Deutung fehlte, umsomehr sie damals explizit und ausschliesslich (äusserlich) ereignisorientiert war (was ja Ebertin schon ab 1938 änderte in seiner Rezeption der Planetenbilder und Halbsummen-Deutungen) und somit als fatalistische festlegende Zukunftsprognose diskrediert werden konnte. Siehe nochmals die Ausführungen des Witte-Verlages zum Verbot des RW.--Andreassolar 19:37, 20. Nov. 2009 (UTC)

Andere Verbotsgründe als die hier zitierten (belegbar) sind mir nicht bekannt. Ob es "nur einige Passagen" waren oder viele, ist mir ebenfalls nicht bekannt - aber die anstössig wirkenden erregten wohl Aufsehen. Sie führten zum Verbot und zur Vernichtung der Auflage. --Karsten 21:37, 20. Nov. 2009 (UTC)

Ergänzung aufgrund Recherche im Archiv: Mit Brief (Original liegt vor) vom 23. Januar 1937 schreibt Ludwig Rudolph an Hermann Lefeldt: "... Soeben war die Gestapo bei mir und hat die beschlagnahmten Regelwerke abgeholt. Wir haben ja die Polizeiverordnung in Hamburg. Auf Grund derselben hat sich die Gestapo an die Reichsschriftkammer gewandt und gefragt, was auf Grund des Polizeiverbots am Regelwerk verboten sei. Daraufhin hat die RSK geantwortet, der ganze zweite Teil sei verboten. Das würde bedeuten, dass das Werk praktisch eben verboten sei und man nur die ersten 40 Seiten als wissenschaftlilches und unverbotenes Schrifttum anerkennt. So meint die Gestapo." Zitat Ende. --Karsten 18:33, 29. Nov. 2009 (UTC)

Habe dieses Zitat in den Artikel eingefügt. --Astro-rolf 21:02, 29. Nov. 2009 (UTC)

Ich glaube, damit ist ausreichend der Grund für das Verbot erklärt worden. Das Verbot wurde von Wilhelm Becker begrüsst, obgleich aus ganz anderen Gründen. Er schreibt in "Astrologie", 1936, November, Heft 8, auf S. 223: "... Man lese z.B., was im Regelwerk über Planetenbilder in bezug auf Mord und Selbstmord gesagt wird ..." und darauf Bezug nehmend auf S. 224: "... In dieser Hinsicht versündigt sich die Hamburger Schule an der Astrologie und dem deutschen Volke. Erwägungen dieser Art dürften es auch gewesen sein, welche die Behörden zum Verbot des Regelwerks veranlaßt haben, und damit haben sie dem deutschen Volke wirklich einen großen Dienst erwiesen." Zitat Ende. --Karsten 22:45, 29. Nov. 2009 (UTC)

Wobei ich nun schon neugierig bin, was das "Regelwerk" denn dazu sagt.--Astro-rolf 06:13, 30. Nov. 2009 (UTC)

Das Regelwerk enthält ein paar (vorgeschlagene) Planetenbilder für Selbstmord z.B. ME/ME = MA/SA und MA/HA = ME/x und MA/HA = SA/x und MA/HA =UR/x und MA/ZE = HA/x und HA/AP =SA/x und für Mord bzw. die damit zu haben, etwa 60 Planetenbilder, ausgehend von MA/SA, MA/UR, MA/HA, SA/HA, UR/HA, UR/AD, UR/VU und je nach Art ob durch Gift, Schusswaffe, Explosion, Attentat entsprechend ergänzt. Die Überprüfung dieser vorgeschlagenene Planetenbilder auf richtig oder falsch erfolgt aufgrund von Tatsachen, das heißt, daß die korrekten Daten der beteiligten Personen und Ereignisse vorliegen müssen. --Karsten 13:30, 1. Dez. 2009 (UTC)

Ebertin zu "Astrologie und Nationalsozialismus"

Zitat Anfang

"Mensch im All", 11. Jahrgang, Heft 8, Mai 1939, S. 225

Das Werden der Kosmobiologie. Eine Betrachtung zum 20.4.1939.

Es gibt heute in Deutschland kein Gebiet, das nicht unter der Staatsführung Adolf Hitlers und durch den Nationalsozialismus zu neuem Schaffen angeregt worden wäre.
Die Astrologie war in den Jahren vor 1933 in ein falsches Geleise geraten und konnte keineswegs der Idee des Nationalsozialismus entsprechen. In das öffentliche Leben zu stark hineingezogen, drohte sie zum Werkzeug politischer Machenschaften zu werden, vom materialistischen Zeitgeist besessen, lag die Gefahr nahe, in Regeln zu erstarren, okkulte Gesellschaften versuchten dieses Wissensgebiet mit einem geheimnisvollen Mäntelchen zu umgeben, geschäftstüchtige Scharlatane nutzten die Schwäche einzelner Menschen aus, lehrten ein unabänderliches Schicksal und vergifteten das Volk mit fatalistischen Ideen. Astrologische Querköpfe, die sich meist „Privatgelehrte" nannten und sich hochtrabende Titel zulegten, die im Gegensatz zu ihrem Verantwortungswußtsein standen, beharrten eigenbrödlerisch auf ihren „selbstgeschaffenen" Systemen, während die anständigen, ehrlichen, verantwortungsbewußten Forher auf diesem Gebiet an die Wand gedrückt wurden.
Diesen chaotischen Zuständen konnte nur dadurch ein Ende bereitet werden, daß der astrologischen Bewegung ein harter Schlag versetzt wurde, um das Morsche zu vernichten, dem Lebensfähigen aber Raum zu geben. Dieser Schlag erfolgte durch das Wahrsageverbot und andere Maßnahmen. Die Astrologie wurde in ihrer Form vor 1933 vernichtet. Der Jahrmarktsastrologie wurde ein Ende bereitet. Die astrologischen Vervielfältigungsbüros mußten schließen. Die Veröffentlichung astrologischer Literatur wurde stark eingeschränkt. Damit waren unlauteren Elementen die Verdienstmöglichkeiten genommen, während die wirklichen Forscher ihre Tätigkeit nicht aufgaben, sondern einer neuen Astrologie, der Kosmobiologie, zum Aufstieg verhalfen. Im Gegensatz zu den früheren Astrologen, die jede Verbindung mit der offiziellen Wissenschaft ablehnten, sucht der Kosmobiologe astrologische Überlieferungen nach wissenschaftlichen Grundsätzen zu sichten und in Übereinstimmung zu bringen mit den Erkenntnissen der heutigen Wissenschaft. Wir sind uns auch bewußt, daß hier Grundlagen geschaffen werden, auf denen sich eine Kosmobiologie aufbaut, die ebenso wie andere Wissensgebiete erster Linie dem Volksganzen dienen wird. R. E.

Zitat Ende --Karsten 08:01, 5. Nov. 2009 (UTC)

Danke für den Text, weite Teile sind in den Ebertin-Artikel in die Fußnote eingefügt, mit einem Satz Erläuterung im Artikeltext.--Astro-rolf 08:29, 5. Nov. 2009 (UTC)

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