Draco

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Sternbild Draco (Drache)

Der Drache (Draco)[1] ist ein sehr ausgedehntes Sternbild, das sich teilweise um den Kleinen Bären (Ursa Minor) herum windet. Der Kopf wird von vier Sternen gebildet, die in der Nähe des Herkules stehen. Der Drache ist ein zirkumpolares Sternbild, d. h., in unseren Breiten ist es das ganze Jahr über sichtbar. Im Drachen liegt der Nordpol der Ekliptik, der Katzenaugennebel.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Drache gehört zu den klassischen 48 Sternbildern der Antike, die von Claudius Ptolemäus erwähnt werden. In der antiken griechischen Astronomie war der Kleine Bär Bestandteil des Drachen, dessen Flügel er bildete. Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erde war Thuban vor 5.000 Jahren der Polarstern des Nordhimmels. Die geringste Distanz wurde zum exakten Himmelspol wurde um 2830 v. Chr. mit 10 Bogenminuten erreicht.

Mythologie

Zum mythologischen Ursprung existieren mehrere Versionen:

  • So soll der Drache das Untier darstellen, das von Cadmus getötet wurde, bevor er die Stadt Boeotia gründete.
  • In der Argonautensage um Jason bewachte der Drache das Goldene Vlies.
  • Im Sagenkreis um Herakles handelte es sich um Ladon, einen hundertköpfigen Drachen. Herakles wurde die Aufgabe übertragen, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen, deren Genuss Unsterblichkeit und ewige Jugend verhieß. Die Äpfel wurden streng von Ladon und den Hesperiden bewacht. Herakles konnte die Äpfel schließlich an sich nehmen. Hierzu gibt es wiederum zwei Versionen: Zum einen soll er den Titanen Atlas überredet haben, die Äpfel für ihn zu holen, während er ihm die schwere Last abnahm, das Himmelsgewölbe zu tragen. Der anderen Version nach holte Herakles die Äpfel selbst, wobei er den Drachen tötete. Herakles wurde ebenfalls als Sternbild verewigt. Er befindet sich unter dem römischen Namen Herkules in der Nähe des Drachenkopfes am Himmel.

Wichtige Fixsterne

Name Katalogname Mag ekl. Breite Pos. 1900 Pos. 1950 Pos. 2000 Pos. 2050 Natur (Ptolemäus)
Nodus II, Altais δ-Draconis 3.2 82°54 n 15°51' Ari.gif 16°30' Ari.gif 17°10' Ari.gif 17°50' Ari.gif Saturn/ Mars
Alsafi, Athafi σ-Draconis 4.7 80°55' n 29°18' Ari.gif 29°48' Ari.gif 00°18' Tau.gif 00°49' Tau.gif Saturn/ Mars
Tyl ε-Draconis 4.0 79°29' n 01°22' Tau.gif 02°02' Tau.gif 02°42' Tau.gif 03°23' Tau.gif Saturn/ Mars
Batentaban Australis φ-Draconis 3.6 84°53' n 09°47' Gem.gif 10°28' Gem.gif 11°09° Gem.gif 11°50' Gem.gif Saturn/ Mars
Batentaban Borealis χ-Draconis 3.7-5.7 83°34' n 14°45' Gem.gif 15°22' Gem.gif 15°58' Gem.gif 16°36' Gem.gif Saturn/ Mars
Dziban ψ-Draconis 4.9 84°11' n 12°24' Can.gif 13°08' Can.gif 13°51' Can.gif 14°35' Can.gif Saturn/Mars
Giansar/ Gianfar/
Gianfer
λ-Draconis 4.1 57°14° n 08°56' Leo.gif 09°38' Leo.gif 10°20' Leo.gif 11°03' Leo.gif Saturn/ Mars
Alathfar ω-Draconis 4.8 86°54' n 10°55' Leo.gif 11°38' Leo.gif 12°21' Leo.gif 13°05' Leo.gif Saturn/ Mars
Ketu κ-Draconis 3.9m 61°46' n 14°52' Leo.gif 15°34' Leo.gif 16°16' Leo.gif 16°59' Leo.gif Saturn/ Mars
Thuban α-Draconis 3.6 66°22' n 06°03' Vir.gif 06°45' Vir.gif 07°28' Vir.gif 08°11' Vir.gif Saturn/ Mars
Nodus I, Aldibah ζ-Draconis 3.2 84°46' n 01°52' Lib.gif 02°37' Lib.gif 03°23' Lib.gif 04°09' Lib.gif Saturn/ Mars
Edasich ι-Draconis 3.5 71°06' n 03°31' Lib.gif 04°14' Lib.gif 04°57' Lib.gif 05°40' Lib.gif Saturn/ Mars
Aldhibain ε-Draconis 2.8 78°26' n 13°02' Lib.gif 13°46' Lib.gif 14°29' Lib.gif 15°13' Lib.gif Saturn/ Mars
Alsafi θ-Draconis 4.0 74°26' n 15°17' Lib.gif 15°58' Lib.gif 16°40' Lib.gif 17°22' Lib.gif Saturn/ Mars
Arrakis μ-Draconis 5.8 76°14' n 23°20' Sco.gif 24°02' Sco.gif 24°44' Sco.gif 25°27' Sco.gif Saturn/ Mars
Kuma ν-1Draconis 4.9 78°09' n 08°53' Sag.gif 09°35' Sag.gif 10°18' Sag.gif 11°01' Sag.gif Saturn/ Mars
Rastaban/ Alwaid β-Draconis 3.0 75°17' n 10°33' Sag.gif 11°15' Sag.gif 11°57' Sag.gif 12°39' Sag.gif Saturn/ Venus
Grumium ξ-Draconis 3.9 80°17' n 23°19' Sag.gif 24°01' Sag.gif 24°43' Sag.gif 25°26' Sag.gif Saturn/ Mars
Etamin/ Eltanin γ-Draconis 2.4 74°56' n 26°34' Sag.gif 27°15' Sag.gif 27°57' Sag.gif 28°39' Sag.gif Saturn/Jupiter + Mars[2]

Wirkung

Nach Ptolemäus [3] wirken die helleren Sterne wie Saturn und Mars.

Quellen

  1. Quelle Für Beschreibung und Mythologie: Wikipedia
  2. Quelle: Elsbeth Ebertin, zitiert in: http://www.constellationsofwords.com/stars/Etamin.html
  3. in: Vivian Robson: Fixsterne. Bedeutung und Konstellationen im Horoskop. Hugendubel Verlag 1990 S. 40 ISBN 3880344612