Eric Weil

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Eric Weil 2009
(Foto: Helga Sobek)
Eric Weil: Geburtshoroskop

Der Schweizer Astrologe Eric J. Weil wurde am 9. Juni 1929 um 0:58 Uhr in Zürich geboren; er starb am 21. April 2010 um 1:10 in Locarno (Schweiz) an einem Herzinfarkt.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Weil[1] schloss sein Studium mit einem Handelsdiplom ab. Er hatte längere Aufenthalte in Italien und Amerika. Seit 1953 lebte er in Genf, wo er bei internationalen Gesellschaften in Führungspositionen tätig war.

Seit 1958 beschäftigte er sich mit der Astrologie. Kurz darauf traf er Alexandre Volguine, einen der Großen der französischen Astrologie, der zu seinem Vorbild wurde. 1968 eröffnete er seine eigene Praxis mit internationalem Klientel.

Er war seit 1961 mit seiner Frau Susi verheiratet, die ihn auch beruflich unterstützte, und seine Praxis verwaltete. Mit seinem Tod verlor die astrologische Gemeinde einen engagierten, mitreißenden und kompetenten Kollegen.

Astrologie

Sein Hauptgewicht lag auf Prognosen und Fragehoroskopen. In deutscher Sprache erschien von ihm „Das kombinierte Fragehoroskop“. Darin beschreibt er die von ihm in jahrelanger Praxis entwickelte Methode, wie Fragehoroskope in Kombination mit dem Geburtshoroskop interpretiert werden können. Hierzu erstellte er ein Composit aus dem Radix und dem Fragehoroskop, das so genannte Schnittpunkt-Fragehoroskop (SFH), das er zur Beantwortung der jeweiligen Frage nutzte. Vergleichbar erstellte er ein Schnittpunkt-Tageshoroskop (STH), bei dem der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs eines Ereignistages mit dem Radix mittels eines Combins in bezug gesetzt wurde. Den Vorteil dieser Combine beschrieb Weil dahingehend, dass dabei, anders als bei reiner Elektion oder Stundenastrologie, durch die Verknüpfung mit dem Geburtshoroskop eine personalisierte Interpretation einer Frage zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich sei.

1992 erhielt er den Prix Georges Antarès für sein Buch „Le thème horaire composé“. (deutsch „Das kombinierte Fragehoroskop“).

Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er in diversen Fachzeitschriften, zahlreiche Auftritte im Fernsehen und bei Radiosendern verschiedener Länder machten ihn über die Grenzen hinaus bekannt. Er war ein beliebter Gast auf europäischen Kongressen. 2009 gab er sein astrologisches Vermächtnis heraus, u.a. mit Artikeln aus "La Tradition": 50 Jahre im Spiegel der traditionellen Astrologie – Eine astrobiographische Zeitreise.

Lange Jahre war Weil Vizepräsident der Kosmobiosophischen Gesellschaft in Wuppertal. Er war Ehrenmitglied der Österreichischen Astrologischen Gesellschaft in Wien (ÖAG) und Präsident der Gesellschaft für Prognostische Astrologie (GAP) in Genf. Seit 1989 gab er die astrologische Zeitschrift "La Tradition" heraus, in französischer Sprache mit einzelnen deutschen Artikeln.

Publikationen

französisch

  • Le thème horaire composé. Cédra-Astralis, Lyon 1991
  • La pratique de la prévision. 128 Seiten. Cédra-Astralis, Lyon 1995

deutsch

  • Das kombinierte Fragehoroskop - Die verfeinerte Methode, Fragehoroskope zu stellen und deuten. 81 Seiten. Edition Astrodata, Wettswil 1993
  • 50 Jahre im Spiegel der traditionellen Astrologie – Eine astrobiographische Zeitreise. Ibera-Verlag Wien 2009

Artikel

  • 20 Jahre im Licht der Primärdirektionen. In: Qualität der Zeit, Sonderheft 2, 1979
  • Die Direktionen König Ludwigs II. Von Bayern. In: Qualität der Zeit 42, 1981

Quellen

  1. Angaben nach einer biographischen Skizze von Helga Sobek, erschienen in "Sternzeit", Juli 2009 (Skizze auch auf S. 10 dieses PDF); Notiz von Eric Weils Tod auf ifa-astrologie.de
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