François Charles Barlet
Der französische Okkultist und Astrologe François Charles Barlet (Pseudonym von Albert Faucheux) wurde am 12. Oktober 1838 um 13:35 Uhr in Paris geboren[1], er starb am 29. Oktober 1909 ebenda[2].
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Biographie
Barlet war eines der Gründungsmitglieder der französischen Société Théosophique, die er allerdings bereits 1888 wieder verließ. Zusammen mit verschiedenen anderen französischen Okkultisten trat er 1887 Groupe indépendant des études ésotériques (GIDEE) bei, wo er Mitglied des leitenden Siebener-Rates war. Ebenso wurde er 1888 Mitglied bei den Rosenkreuzern, deren Großmeister er 1897 wurde, darüber hinaus auch Mitglied des Martinisten-Ordens, in deren Rat er berufen wurde. In London wurde er 1885 Mitglied der Hermetischen Bruderschaft von Luxor unter ihrem Leiter Max Theon, Barlet war der Repräsentant für Frankreich.
Er war Herausgeber, Autor und Redakteur in vielen damaligen okkultistischen Zeitschriften.
Astrologie
Wie viele Theosophen, gehörte auch Barlet zu den Wiederbelebern der Astrologie, er hatte diese Rolle in Frankreich inne, Knappich zitiert sogar den Ehrentitel "Meister der französischen Astrologie"[3]. Selbst wenn er zu Lebzeiten keine astrologischen Bücher veröffentlichte, so regten doch seine Beiträge in den Zeitschriften "L'Initiation" (ab 1888), deren Redakteur er war, und später in der von ihm Januar 1904 gegründeten "La Science Astrale" (bis 1907) andere Astrologen wie Paul Choisnard an, sich mit dem Metier zu beschäftigen. Erst postum wurden seine gesammelten astrologischen Artikel in dem Buch "Les génies planétaires" veröffentlicht.
Er vertrat die Meinung, dass es jedem Individuum möglich sei, im Rahmen seiner (im Horoskop sichtbaren) Möglichkeiten sein Schicksal positiv zu beeinflussen und wandte sich damit gegen die Deterministen. Er schrieb: "Das Böse ist die unvermeidliche Folge aus der Weigerung der freien, aber begrenzten Kreatur, den kosmischen Plan zu akzeptieren."[4]
Publikationen (Auswahl Astrologie)
- Les génies planétaires. Le Voile d'Isis, Paris 1921
Astrologische Zeitschriftenartikel in:
- L'Initiation
- La Science Astrale
Quellen
- ↑ AstroDatabank zitiert Herbais de Thun, 1944. Die Astrodatabank wie das Astrologers' Memorial geben ein falsches Sterbedatum 1921 an.
- ↑ Französische Wikipedia: Hierher Sterbedatum und biographische Informationen.
- ↑ Wilhelm Knappich: Geschichte der Astrologie. Vittorio Klostermann, Frankfurt/ Main 1998 S. 305
- ↑ Zitiert aus: "Les genies planétaires" bei Autour de la lune