Gerhard von Harscher

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Gerhard von Harscher (2009)
Gerhard von Harscher: Geburtshoroskop

Der Pianist und Astrologe Gerhard von Harscher wurde am 29. Dezember 1920 um 23:12 Uhr in Berlin geboren[1] (korrigierte Zeit, das Standesamt gibt 23:30 Uhr an)[2].

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Gerhard von Harscher ist Sohn eines Berliner Stummfilmmusikers. Er brachte sich selbst das Klavierspiel bei, und eine selbst komponierte Operette brachte ihm einen Studienplatz an der Hamburger Musikhochschule, bis heute komponiert er in unterschiedlichen Genres. Von Harscher ist gelernter Nähmaschinenmechaniker und arbeitete zum Broterwerb lange im Versand. Im Alter von 80 Jahren noch macht er seine musikalische Leidenschaft zum Beruf und wird zum Kaffeehauspianist, er gilt heute als der älteste seines Fachs und ist Klavierlehrer. Nach vier Ehen ist er heute mit Helga Rosenau liiert, die gleichzeitig seine Managerin ist[3].

In den 1950er Jahren scheint Gerhard von Harscher das wissenschaftlich-astrologisch arbeitende Apollon-Institut in Hamburg betrieben zu haben. Seit den 1980er Jahren publizierte er im sprachwissenschaftlichen Bereich, so erschien der offene Brief Rechtschreibreform - so nicht! im Jahr 2002 als Buch, auch verfasste er Beiträge zur Pflege der plattdeutschen Sprache. Gerhard von Harscher lebt heute im niedersächsischen Meckelfeld.

Astrologie

astrologie, 2. Jahrgang, 1952-1953, Heft 1
aspekte, 3. Jahrgang, 1957-1958, Heft 1

Gerhard von Harscher gab - zunächst das Fachblatt für astrologische Grundlagenforschung (1951-53, ab 1957 unter dem Titel "Aspekte") heraus, zusammen mit dem Philosophen und Astrologen Hellmut Wolff initiierte er im Oktober 1952 die Zeitschrift Astrologie, die er 1953 allein weiter führte. Beide Zeitschriften erschienen beim Hamburger Apollon-Institut, einer astrologischen Forschungs- und Bildungsstätte. Er verfasste viele der Beiträge selbst, doch auch andere Astrologen kamen zu Wort.

2006 beschreibt von Harscher sein astrologisches Weltbild folgendermaßen: "Die Astrologie ist eine ernstzunehmende Wissenschaft. Allerdings keine Naturwissenschaft wie die Astronomie, die herablassend auf ihre abtrünnige Tochter herabschaut. Die Jahrmarkts-Astrologie ist schuld daran, daß es noch keinen Lehrstuhl für Astrologie gibt. Die den Tierkreiszeichen zugeschriebenen Eigenschaften der darin Geborenen haben nichts mit den Sternen zu tun, zumal diese sich durch die Präzession seit 2000 Jahren um 30 Grad verschoben haben. Hier handelt es sich um Felder der Erd-Aura. Wer den Lauf der Planeten in Beziehung zu Menschenschicksalen verfolgt, muß zu dem Schluß kommen, daß unser Sonnensystem mit seinem Planetengetriebe das Uhrwerk Gottes ist, mit dem er uns leitet."[4]

Publikationen

Periodika

  • Fachblatt für astrologische Grundlagenforschung. Apollon-Institut, Hamburg
1. Jahrgang, Oktober 1951 (Ausgabe 1) bis September 1952, gesamt 48 Seiten (Ausgabe 12)[5]
  • astrologie (Nachfolger von Fachblatt ...), Fachblatt für astrologische Grundlagenforschung und Grenzgebiete. Apollon-Institut, Hamburg-Stuttgart, ab Dezember 1952 Hamburg.
2. Jahrgang, Oktober 1952 (Heft 1) bis Februar 1953 (Heft 5), gesamt 144 Seiten,
  • aspekte (Nachfolger von astrologie), "Fachblatt für astrologische Grundlagenforschung." Apollon-Institut, Hamburg
3. Jahrgang, Oktober 1957 (Heft 1) bis Juli 1958 (Heft 10), gesamt 164 Seiten

Quellen

  1. Niehenke-Datenbank: Archiv Heinz Specht
  2. Quelle: Astrologie. 2. Jahrgang, Heft 2, November 1952, S.39
  3. Hamburger Abendblatt: Ein Leben mit dem Klavier.
  4. Hamburger Abendblatt: Astrologie - was ist der Weisheit letzter Schluss?
  5. Quelle: Monika Transier (astro-exklusiv)