Grus
Der Kranich (lateinisch Grus) ist ein Sternbild des Südhimmels.
Der Kranich hat etwa die Form eines umgekehrten Y. Zwei seiner Sterne, α und β Gruis, sind auffallend hell und weisen einen deutlichen Farbkontrast auf. α Gruis leuchtet bläulich weiß, während β Gruis orange leuchtet. Vom Kranich ist von Deutschland aus in sehr klaren Herbstnächten höchstens der nördlichste Teil mit dem Stern γ Gruis zu sehen. Vollständig sichtbar ist er erst südlich des 35. Breitengrades.
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Geschichte
Ursprünglich wurden die Sterne dem Sternbild Südlicher Fisch zugeordnet.
Ende des 16. Jahrhunderts beschrieben die niederländischen Seefahrer und Entdecker Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman die Sterne als eigenständiges Sternbild Den Reygher („der Reiher“)[1] Kranich. Petrus Plancius und Jodocus Hondius setzen ihn 1598 resp. 1600 als Phoenicopterus („Phönix“). Johann Bayer übernahm das Sternbild dann unter der heutigen Bezeichnung in seinen 1603 erschienenen Himmelsatlas Uranometria.
Mythologie
Da es sich um ein relativ neues Sternbild handelt, ist hierzu keine eigene Mythologie vorhanden. Doch ist der Kranich im antiken Griechenland Hermes und damit Merkur heilig gewesen.[1]
Wichtige Fixsterne
| Name | Katalogname | Mag | ekl. Breite | Pos. 1900 | Pos. 1950 | Pos. 2000 | Pos. 2050 | Natur (klassisch) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alnair | α-Gruis | 1.7 | 32°55' s | 14°30' |
15°12' |
15°54' |
16°36' |
|
| Gruid | β-Gruis | 2.1 | 35°26' s | 20°55' |
21°37' |
22°19' |
23°02' |
|
| Aldhanab, Al Dhanab, Ras Alkurki | γ-Gruis | 3.0 | 23°03' s | 16°01' |
16°43' |
17°25' |
18°07' |
Wirkung
Nachdem das Sternbild Kranich einst zum südlichen Fisch gehörte, könnte zwar eine Wirkung nach Ptolemäus beschrieben werden, der jedoch beschrieb in diesem Sternbild nur Fomalhaut.