Hans Taeger
Hans-Hinrich Taeger, bekannter deutscher Astrologe der Hippiegeneration, geboren am 15. Oktober 1944, um 6:35 in Görlitz, Deutschland[1].
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Biographie
Aufgewachsen ist Taeger in West-Berlin (Charlottenburg), seine Eltern sind der Bauingenieur Heinz Paul Taeger (*30. März 1914) und die Ballettlehrerin Helga Taeger (*20. November 1921). Sein 1951 geborener Bruder starb bereits im Alter von zehn Jahren an Kehlkopfkrebs. Als Kind hatte Hans Taeger bereits mehrere spirituelle Erlebnisse, beispielsweise war er u.a. Schlafwandler, was sich negativ auf seine schulischen Leistungen auswirkte. Sein Interesse galt der Biologie und der Kunst. Er studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Psychologie, Soziologie und Publizistik (Schwerpunkt: Filmgeschichte) in Berlin und Münster (1964-1972). 1968 zog Taeger nach Münster, wo er bis 1984 in einem Landhaus lebte. Er arbeitete dort als freischaffender Journalist in den Bereichen Feuilleton, Film und Fernsehen. Angeregt durch eine Reise nach San Francisco im Sommer 1966, beteiligte er sich aktiv an der psychedelischen Bewegung der 1960er und 1970er Jahre, betrieb über lange Jahre psychedelische Studien, worüber auch Veröffentlichungen vorliegen.
Taeger ist bekennend homosexuell und lebt seit 19. März 1984 in Portsalon (Irland) mit seinem Lebensgefährten Thomas Siegfried zusammen, den er 1982 in Dharamsala kennenlernte[1].
Astrologie
1964 kam Hans-Hinrich Taeger erstmals über einen astrologischen Arbeitskreis in Berlin mit der Astrologie in Kontakt. In diese Zeit fällt auch die Gründung seines Alternativ-Verlags "studiopresse hans taeger" und die Herausgabe seiner Zeitschrift "pro these". Ab 1968 intensivierte er seine astrologische Ausbildung bei Reinhold Ebertin und Heinrich Christian Meier-Parm; außerdem beschäftigte er sich mit der Tiefenpsychologie nach Carl Gustav Jung. In diese Zeit fällt auch sein intensiver Kontakt mit dem Buddhismus[1].
Datensammlung
Ab 1970 begann Taeger mit dem Aufbau einer astrologischen Daten-Sammlung, dem späteren Taeger-Archiv - angeregt insbesondere durch Reinhold Ebertin, der ihm Ende der 1960er Jahre auch die ersten Datensätze zur Verfügung gestellt hatte. Großen Anteil, durch ihre Ratschläge und die Unterstützung bei Erstellung der Datenbank, hatte dabei Françoise Schneider-Gauquelin.
Für seine Daten griff er auf viele unterschiedliche Sammlungen zurück; besonders intensiv war seine Kooperation mit Tony Bonin und Lois Rodden[2].
Eine Zusammenstellung von 7.600 Datensätzen erschien im Zeitraum 1991-1998 als vierbändiges Werk.
1999 zog sich Taeger wegen Querelen mit dem Bauer-Verlag von seiner Datenarchivierung leider zurück.[3]
Besondere Methodik und Sichtweise Taegers
Zwischen 1970 und 1980 entwickelte er eigene astrologischer Methoden wie die Mandala-Energie-Analyse (Basis-Analyse des Geburtsbilds), das Hologramm (Berechnung der Halbsummen aller Radixfaktoren) und das Rhythmogramm (Haus-Progressionen verschiedener Rhythmen in graphischer Darstellung). Er gründete das Institut Astroenergetics, in dem Astrologie, Tiefenpsychologie und östliche Lehren zusammengeführt wurden. Und entwickelte dort auch das Astrodrama, eine frühe Form der Horoskopaufstellung.
Im Herbst 1975 gründete er, gefördert durch seine buddhistischen Lehrer, eine Schule für Astrologie und Buddhismus, später integriert in das Institut für astroenergetische Studien (IAS), das am 1.1.1988 in Donegal (Irland) als Forschungsstätte unter seiner Leitung und der von Thomas Siegfried neu konzeptioniert wurde. Seit 1979 ist er geprüfter Astrologe des DAV. Bei der Deutung und Benennung des Asteroiden Chiron vertrat Taeger schon früh eine von anderen Astrologen abweichende Auffassung; nach seiner Meinung müsse der Asteroid Hypnos genannt und anders gedeutet werden[4].
Eine große Rolle spielt in seiner astrologischen Sicht auch die Vesta; er inspirierte u. a. Christian Meier-Parm zu dessen Büchern über diesen Asteroiden. Außerdem berücksichtigt Taeger bei der Horoskopanalyse noch die Entfernungswerte der Planeten sowie das Heliozentrische Horoskop, desweiteren sensitive Punkte wie den Apex und das Galaktisches Zentrum, nicht zu vergessen den Spannungsherrscher nach Meier-Parm.
Seine aktuellen astrologischen Forschungsprojekte drehen sich um die Homosexualität im Horoskop, Astrologen-Biographien (vor allem in Hinblick auf mögliche spirituelle Neigungen) und tageszeitliche Lebensrhythmen (tag- und nachtaktive Menschen).
Taeger war bis 2002[5] Repräsentant der ISAR für Deutschland. Neben seiner DAV-Mitgliedschaft ist er Mitglied der Astrological Association of Great Britain (AAGB), des NCGR, des irischen (IAA) sowie des australischen Astrologenverbandes (FAA)[1].
Nach 2001 trat er in der astrologischen Fachwelt allerdings nicht mehr in Erscheinung.
Publikationen
- Astroenergetik - Die zwölf kosmischen Energien. 373 Seiten. Papyrus Verlag 1982; 3. erweiterte Auflage bei Droemer Knaur ab 1991 ISBN 3426041987 ISBN 978-3426041987; ab 2006 bei Astronova ISBN 3937077219 ISBN 978-3937077215
Taeger hat die jeweils archetypischen Energiemuster der Tierkreiszeichen herausgearbeitet. Durch die vergleichende Darstellung der gegenüberliegenden Zeichen erhält der Leser vielfältige Informationen über die menschlichen Möglichkeiten. - Astro-Trips, Aspekte spiritueller Astroenergetik. Werkstatt Edition, Dachsberg 1986 ISBN 3923080077 ISBN 978-3923080076
- Spiritualität und Drogen. 273 Seiten. Raymond Martin Verlag 1988; 1996 ISBN 3886311988
- Internationales Horoskopelexikon in vier Bänden, Verlag Hermann Bauer, Freiburg 1991-1998 ISBN 376260486X ISBN 978-3762604860
Enthält insgesamt 7.600 Horoskop-Daten mit Kurzbiographien, Zeichnungen, Quellen, Gewichtungen (in sechs Kategorien, je nach Typus und Güte).
Quellen und Anmerkungen
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 eigene Angabe auf seiner Website abgerufen am 22. Dezember 2011, von hier stammen auch die biographischen Informationen.
- ↑ Einführung in das Taeger-Archiv: Datensammlungen. abgerufen am 22. Dezember 2011
- ↑ Man einigte sich nicht über den Preis für eine Digitalisierung der Datensammlung, obwohl Martin Garms für den Bauer-Verlag dazu extra nach Irland gefahren war (persönliche Mitteilung Taegers an Richard Vetter).
- ↑ Taeger, Hypnos kontra Chiron. abgerufen am 22. Dezember 2011
- ↑ Taegers Nachfolgerin im Amt der ISAR-Repräsentantin wurde Antonia Langsdorf
Links
- Taegers eigene Website
- 150 Deutsche Astrologen: Geburtsdaten und Kurzbiographien (englisch)