Hohlwelt-Theorie

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Die Erd-Hohlwelt mit dem Binnenkosmos
(Abb. von 1932[1])

Hohlwelt-Theorie, auch Theorie vom Innenweltkosmos genannt; die Theorie geht davon aus, dass die Menschheit auf der Innenseite der Erde lebt, während sich die Himmelskörper und das "Weltall" im Zentrum der Hohlwelt-Kugel befinden, bei einem Gesamtdurchmesser des Welt-Innenraumes von rund 12.700 Kilometern. Die Theorie des Innenweltkomos wurde erstmals 1870 in den USA von Cyrus Reed Teed formuliert , der sich später Koresh nannte, und angeblich 1897 erstmalig mit Messungen der Erdkrümmung durch einen Geodäten in Florida bestätigt.[2]

Die Vorstellung einer Binnenwelt wurde nach 1900 auch im deutschsprachigen Raum verbreitet, besonders von Peter Bender[3] (ab 1920), Johannes Lang[1] und Karl Neupert (ab 1901). Nicht zuletzt in astrologischen Zeitschriften und bei einigen Astrologen besonders im Deutschland der 1920er und 1930er Jahre wurde die Idee ernsthaft und ausführlich diskutiert, verbunden mit einer Ablehnung der Kopernikanischen Wende und einem teilweise erheblich von verbreiteten, neuzeitlichen, "verrationalisierten" (Kretzschmar-Stradus) und "konventionellen" Ansichten und Positionen abweichenden Welt- und Geschichtsverständnis[4].

Die Innenkosmos-Theorie wird bis heute gelegentlich vertreten[5]. Sie lässt sich erkenntnistheoretisch nicht widerlegen, ist im Grunde nichts anderes als ein radikaler Perspektivenwechsel. Sie bedarf jedoch Zusatzannahmen wie etwa gekrümmt verlaufender Lichtstrahlen, und muss - "verschwörungstheoretisch" - die Mondlandung von 1969 als großinszenierte Täuschung darstellen.

Siehe auch

Eines von mehreren Werken Johannes Langs zur Hohlwelttheorie

Weblinks

  • Rolf Keppler
  • Wikipedia zur Theorie des Innenweltkosmos
  • Spektrum der Wissenschaften bietet auf spektrum.de einen kostenfreien Artikel zur Hohlwelt-Theorie zum Download als pdf-Datei.

Quellen und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 , Die Hohlwelt-Theorie, in Kongress Astrologischer Pioniere, Ebertin-Verlag, Erfurt 1932, S. 67 - 73 (Veröffentlichung zum gleichnamigen Kongress)
  2. Angaben nach Peter Bender, Leben wir auf oder in der Erdkugel?, Vortrag beim XII. Astrologenkongress Suttgart 1933, in Zenit, Juli/August 1933, Heft 7/8, S. 298
  3. Peter Bender, Leben wir auf oder in der Erdkugel?, Vortrag beim XII. Astrologenkongress Suttgart 1933, in Zenit, Juli/August 1933, Heft 7/8, S. 297 - 300
  4. Beispielhaft dafür ist der Vortrag von Kretzschmar-Stradus, ebenfalls auf dem wesentlich von Reinhold Ebertin initiierten Kongress astrologischer Pioniere in Erfurt 1932, der die angeblich negative Wirkung der konvexen (Menschheit lebt AUF der Erde) Welt (vielmehr: Vorstellung einer konvexen Welt) der positiven einer konkaven Innenwelt gegenüberstellt. Dieser Vortrag ist entsprechend der längste abgedruckte im Tagungsband Kongress Astrologischer Pioniere, Ebertin-Verlag, Erfurt 1932
  5. etwa von Rolf Keppler, einem Nachfahren des legendären Johannes Kepler