Horoskopzeichnung

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Die Horoskopzeichnung stellt den Stand der Planeten und die Einteilung in die zwölf Häuser zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem bestimmten Ort aus gesehen optisch dar. Sie fasst das Dreidimensionale in zwei Dimensionen. Die heute übliche Form sieht so aus: In einem Außenkreis werden die zwölf Tierkreiszeichen der Reihenfolge nach entgegen dem Uhrzeigersinn eingetragen. Innerhalb dieses Kreises sind die Symbole der Planeten, der Mondknoten (manchmal nur der nördliche) und eventuell auch sensitive Punkte eingezeichnet, mit gradgenauem Stand. Ein "R" hinter einem Planetensymbol besagt, dass dieser rückläufig ist (Rückläufigkeit). Der Aszendent (Osten) steht links und bildet zusammen mit dem gegenüberliegenden Deszendenten (Westen) eine horizontale Linie. Das Medium coeli (Süden) wird oben eingetragen, das Imum coeli (Norden) unten. Die zwölf Häuser - ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn - unterteilen den Kreis in zwölf weitere Teile.

Aspekte werden mit farbigen Linien eingezeichnet. Bei Hauptaspekten nimmt man meist blau für synthetische Aspekte und rot für analytische Aspekte. Auf diese Weise kann man beim Betrachten der Horoskopzeichnung optisch schnell erfassen, um welche Art von Aspekt es sich handelt. Wenn man außerdem die Aspektlinien umso dicker zeichnet, je genauer der Aspekt ist (d. h. je kleiner der Orbis ist), kann man auf einen Blick die Bedeutung eines Aspektes sehen (einige Computerprogramme können dies bereits bewerkstelligen). Denn je genauer ein Aspekt ist, desto wirksamer ist er. Visuelle Informationen wie die Farbe oder auch die Dicke der Linien fördern die Intuition und ersparen dem Betrachter den Umweg über zu viel Verstandestätigkeit wie Kopfrechnerei. Zu viele visuelle Informationen können allerdings zur Verwirrung beitragen, weshalb es sich nicht empfiehlt, in eine Horoskopzeichnung alle Haupt- und Nebenaspekte einzuzeichnen. Nebenaspekte, die man aus diesem Grund nicht einträgt, obwohl sie beachtenswert sind, kann man als Symbole am Rand der Zeichnung vermerken.

Die Aspektlinien ermöglichen es, Aspektfiguren und Aspektbilder schnell zu erkennen. Früher war es nicht üblich, Aspektlinien in die Zeichnung einzutragen.

Dank moderner und erschwinglicher Computertechnik ist es heute kaum mehr üblich, Horoskope von Hand zu zeichnen. Dies birgt durchaus auch Nachteile. Denn allein der Akt des Zeichnens ist schon ein Teil des Deutungsprozesses. Darüber hinaus besteht bei der Arbeit mit dem Computer (Computerastrologie) die Gefahr, dass man schnell ein paar Horoskope ausdruckt und diese nur oberflächlich betrachtet. Ein handgezeichnetes Horoskop ist hingegen immer auch ein erarbeitetes Horoskop und im besten Fall ein kleines Kunstwerk, das die persönlichen Akzente des Zeichners offenlegt.

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