Kosmobiologie

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Synonyme:

  • Aalener Schule (ehemaliger Veranstaltungsort für kosmobiologische Seminare und Schulungen)
  • Ebertin-Schule (benannt nach dem Hauptvertreter und Protagonisten der Kosmobiologie)

Allgemein ist die Kosmobiologie die Lehre vom Einfluss kosmischer Energien auf die irdischen biologischen Prozesse. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Wirkung des Mondes (Kausalität). Im engeren Sinne bezeichnet Kosmobiologie eine astrologische Schule, welche die Erkenntnisse der Psychologie, Medizin, Soziologie und Biologie in die Astrologie integriert. Ihre genaue Bezeichnung lautet "Kosmobiologische Akademie Aalen" oder auch Aalener Schule. Sie war eine der ersten, die bereits in den Dreißigerjahren die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft aufgriff. Als Gründer wird der Astrologe Reinhold Ebertin genannt; der Begriff selber wurde jedoch bereits 1914 von dem Arzt Friedrich Feerhow (eigentlich Fritz Wehofer) in seinem Buch "Die medizinische Astrologie" geprägt, während 1928 erstmalig eine Publikation zur Kosmosbiologie erschien (mit dem "Jahrbuch für Kosmosbiologische Forschung"), in welchem z. B. Astrologen wie M. Erich Winkel, Thomas Ring oder Karl Ernst Krafft mitarbeiteten, wie Reinhold Ebertin selber vermerkt[1]. Ebertins Werk "Kombination der Gestirnseinflüsse" gilt als das Standardwerk der Kosmobiologie.

Die Kosmobiologie arbeitet mit einem kosmischen Faktor, der als den Menschen und die Natur wesentlich mit prägend gedacht wird. Als weitere prägende Faktoren sieht man beispielsweise Elternhaus, Nationalität und Zeitgeist.

Bei der praktischen Arbeit benutzt die Kosmobiologie auch Elemente, welche von der Mehrheit der Astrologen kaum angewandt werden, zum Beispiel den Neunzig-Grad-Kreis, Halbsummen, Entfernungswerte, Aspektstrukturen sowie Nebenaspekte, vor allem Halbquadrat und Anderthalbquadrat (Planeten in diesen beiden Aspektabständen stehen sich dann im Neunzig-Grad-Kreis wie bei einer Opposition) gegenüber, außerdem graphische Methoden wie die Graphische 45-Grad-Ephemeride (graphische Ephemeride). Die Kombination aus Tierkreis und um ihn liegendem 90-Grad-Kreis (vgl. viertes harmonisches Horoskop), wobei der Punkt 0° des Tierkreiszeichen Krebs stets oben liegt, wird als Kosmogramm bezeichnet.

Seit den Siebzigerjahren wird die mögliche Wirkung von Transpluto, Vesta und Chiron erforscht und in die Beobachtung und Beratung einbezogen.

Die moderne Kosmobiologie, die vor allem von Baldur Ebertin, dem Sohn Reinhold Ebertins, weiter entwickelt wurde, spricht von zehn Deutungsdimensionen, die aus einem Kosmogramm im Zusammenspiel mit Lebens- und Krankengeschichte möglich sind: Konstitution, Ausdruck und Verhalten, Psychosomatik, Tiefenpsychologie, Intelligenz, Wille und Leistung, Emotionalität, Kommunikation, Erotik und Sexualität, Interessen und Beruf. Die "Arbeitstagungen für kosmobiologische Forschung" werden seit 1980 von Herbert Böss in Zusammenarbeit mit Baldur R. Ebertin in Stuttgart weitergeführt.

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Quellen und Anmerkungen

  1. Reinhold Ebertin: Das Schicksal in meiner Hand. Ebertin-Verlag, Aalen 1975, S. 67/68
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