Lyra
Die Leier (lat.: Lyra)[1] ist ein kleines, aber auffälliges Sternbild, das am abendlichen Sommer- und Herbsthimmel leicht zu finden ist. Der Hauptstern, die Wega, ist (nach Arktur) der zweithellste Stern der nördlichen Hemisphäre und der fünfthellste Stern am Nachthimmel. Südlich der Wega bilden vier Sterne ein Parallelogramm. Sie sollen die Saiten einer antiken Lyra darstellen. Zwischen den Sternen β und γ Lyrae liegt der berühmte Ringnebel M57. Die Wega bildet mit den Sternen Deneb (Sternbild Schwan) und Atair (Sternbild Adler) das große Sommerdreieck.
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Geschichte
Die Leier gehört zu den 48 Sternbildern der Antike, die von Ptolemäus beschrieben wurden. Auf älteren Sternkarten ist an Stelle der Leier häufig ein Vogel abgebildet, meist ein Geier. Dieser und die Sternbilder Schwan und Adler sollen die stymphalischen Vögel aus der griechischen Mythologie darstellen. Die arabischen Astronomen des Mittelalters sahen in dem Sternbild einen Adler.
Mythologie
Die Leier repräsentiert das von dem griechischen Gott Hermes erfundene Musikinstrument. Er schenkte es seinem Halbbruder Apollon, der es wiederum dem berühmten Sänger Orpheus gab. Letzterer betörte damit in der Unterwelt deren Gott Hades, um seine an einem Schlangenbiss verstorbene Braut Eurydike zu erretten. Beim Verlassen der Unterwelt verstieß er jedoch gegen das Gebot, nicht zurückzublicken; daraufhin musste Eurydike weiter in der Unterwelt bleiben. Nach Orpheus´ Tod wurde die Leier an den Sternenhimmel versetzt.
Die stymphalischen Vögel stammen aus dem Sagenkreis um den griechischen Helden Herakles. Dessen sechste Aufgabe bestand darin, die Vögel zu töten.
Wichtige Fixsterne
| Name | Katalogname | Mag | ekl. Breite | Pos. 1900 | Pos. 1950 | Pos. 2000 | Pos. 2050 | Natur (klassisch) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alathfar | μ-Lyrae | 4.8 | 62°44' n | 08°50' |
09°32' |
10°13' |
10°55' |
Venus/ Merkur |
| Wega/ Vega, Zhi | α-Lyrae | 0.0 | 61°44' n | 13°54' |
14°36' |
15°18' |
16°01' |
Venus/ Merkur |
| Sheliak | β-Lyrae | 3.5 | 55°59' n | 17°29' |
18°11' |
18°52' |
19°34' |
Venus/ Merkur |
| Sulaphat, Sulafat | γ-Lyrae | 3.5 | 55°01' n | 20°32' |
21°14' |
21°55' |
22°37' |
Venus/ Merkur |
| Aladfar | η-Lyrae | 4.4 | 60°41' n | 28°40' |
29°21' |
00°03° |
00°45' |
Venus/ Merkur |
Wirkung
Nach Ptolemäus wirkt die Leier wie Venus und Merkur.[2]
Quellen
- ↑ Beschreibung, Mythologie und Geschichte leicht gekürzt von Wikipedia übernommen.
- ↑ Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. Chiron Verlag 2. Auflage 2000 S. 42 ISBN 3925100172