Mira

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Mira (Omicron Ceti)
Der Schweif von Mira im Ultravioletten Licht gesehen.
Lage von Mira im Sternbild Walfisch (Cetus)
Name Katalogname Mag ekl. Breite Pos. 1900 Pos. 1950 Pos. 2000 Pos. 2050 Natur (Ptolemäus)
Mira ο-Ceti 2.0-10.1 15°56' s 00°08' Tau.gif 00°49' Tau.gif 01°31' Tau.gif 02°14' Tau.gif Mars/ Saturn

Mira[1], ο Ceti (Omikron Ceti), ist ein Doppelstern im Sternbild Walfisch, bestehend aus dem roten Riesen Mira A, oder einfach Mira, und dem weißen Zwerg Mira B oder VZ Ceti. Mira A ist ein veränderlicher Stern und Namensgeber für die Mira-Sterne. Mira liegt in ca. 419 Lichtjahren Entfernung von der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Astronomie

Mira A ist ein roter Riese der Spektralklasse M (Hipparcos Datenbank). Sie verändert während einer Periode von etwa 331 Tagen ihre Leuchtkraft um einige Größenklassen. Weder die Periode noch die Helligkeitsminima und -maxima sind konstant. Im Maximum kann sie die 2. Größenklasse erreichen und ist dann ein auffällig heller Stern am Nachthimmel. Während des Minimums kann die Helligkeit bis auf die 9. Größenklasse absinken, so dass zu ihrer Beobachtung ein Teleskop erforderlich wird. Mira ist in ihrem absoluten Maximum 1700 mal heller als in ihrem absoluten Minimum – im infraroten Bereich, in dem Mira den Großteil der Strahlung aussendet, ist sie jedoch im Maximum nur um den Faktor sechs heller als im Minimum.

Aufgrund dieser seltsamen Eigenschaft erhielt der Stern von Johannes Hevelius seinen Namen – Mira, die "Wundersame". 1923 wurde von R.G. Aitken ein schwacher Begleiter (VZ Ceti) gefunden, der Mira mit einer Periode von ca. 400 Jahren umkreist. 2007 wurde auf Aufnahmen des NASA-Weltraumteleskops GALEX entdeckt, dass Mira als bisher einzig bekannter Stern einen riesigen Schweif besitzt, der dem eines Kometen ähnlich ist und sich über 13 Lichtjahre Länge erstreckt.

Astrologie

Claudius Ptolemäus

Ptolemäus ordnet den Walfisch allgemein Saturn zu [2].

Elsbeth Ebertin

Elsbeth Ebertin sieht die Wirkung von Mira wie Saturn und Jupiter. Gut gestellt und bei gleichzeitiger guter Stellung des Saturn beobachtet sie Klugheit, Ausdauer, Vielseitigkeit, fortschrittliche Gesinnung und Beharrlichkeit zur Lösung schwieriger Probleme. Bei ungünstiger Verbindung ergeben sich jedoch Fehlschläge, Misserfolge, Anfeindungen, vor allem beim Übergang des laufenden Saturn. In Verbindung mit dem Mond schwermütige Anwandlungen, bei Merkur eine Verminderung geistiger Kräfte. Bei kritischer Stellung auch Selbstmordgedanken[3].

Horoskopbeispiele:

Johannes Vehlow

Nach Vehlow scheint die saturnale Kraft Miras hauptsächlich geistig zu wirken und eventuell durch etwas jupiterische Kraft gemildert zu sein. Bei schlechtgestelltem Mond oder Merkur Trübung der geistigen Kräfte, Schwermut, Selbstvernichtung[4].

Siehe auch

Quellen

  1. Allgemeine und astronomische Informationen von Wikipedia übernommen.
  2. Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. S. 43. Chiron Verlag Mössingen 2. Auflage 2000 ISBN 3925100172
  3. Elsbeth Ebertin zitiert in: Reinhold Ebertin; Georg Hoffmann: Die Bedeutung der Fixsterne. S. 15 f. Ebertin-Verlag Freiburg 1969
  4. Johannes Vehlow: Astrologisches Lehrbuch in 9 Bänden. Band II: Berechnungsgrundlagen des Horoskops, Aspekte, das System der Würden und Schwächen, Sensitive Punkte und Fixsterne. Als PDF auf astrologie-chirologie.com vorhanden, Seite 265