Mythologie

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Die Gesamtheit der Erzählungen und Geschichten, die eine göttliche Ordnung zum Thema haben: In den Mythen werden die Entstehung der Welt und das Handeln der Menschen auf das Wirken von Göttern zurückgeführt. Mythologie bewegt sich zwischen der Geschichtsschreibung, die über vergangene Ereignisse berichtet, und der Dichtung, die fiktive Themen umfasst. Das erschwert bisweilen ihr Verständnis. Mythen sind nicht im engeren Sinne wahr, beinhalten aber universelle Wahrheiten und Erfahrungen, die in eine allgemein verständliche Bildersprache gekleidet werden. Der Begriff geht auf das griechische mythos (Wort, Rede, Sage) zurück.

Die Tiefenpsychologie betrachtet die Mythologie als Zugang zum so genannten kollektiven Unbewussten. Besonders Carl Gustav Jung hat sich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt.

Auch für die Astrologie hat die Mythologie viel zu bieten. Die Namen der Planeten entstammen der griechischen Mythologie, auch wenn sie aufgrund der politischen Dominanz der Römer in der lateinischen Variante erscheinen. Der Verbindung der Planeten mit den olympischen Göttern der antiken Mythologie liegt ein tiefer Sinn zugrunde. Die universellen Prinzipien, für die der Göttervater Zeus (Jupiter), dessen Vater Kronos (Saturn), der Kriegsgott Ares (Mars), die Göttin der Ästhetik und Liebe Aphrodite (Venus), der Götterbote Hermes (Merkur) und andere stehen, wurden in den entsprechenden Planeten wieder entdeckt: beispielsweise anhand ihrer Helligkeit, ihrer Färbung oder des Verlaufs ihrer Zyklen.

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