Nebenherrscher
Der Begriff bezieht sich auf die essenzielle Würde des Zeichenherrschers in der klassischen Astrologie.
Verwechslungsgefahr: Mitherrscher
Der eigentliche Herrscher wird hier oftmals auch als Hauptherrscher bezeichnet. Durch die Achensymmetrie des Horoskops entlang der Achse 0 Grad Löwe/Wassermann wird das Horoskop in zwei Hälften geteilt. In der klassischen Astrologie waren nur Sonne und Mond ein einziges Domizil zugeordnet, jeder andere Planet herrschte über zwei Zeichen. Durch die Entdeckung der Planeten Uranus, Neptun und Pluto war es erforderlich, dieses System zu modifizieren, und einige der Planeten, die über zwei Zeichen herrschten, mussten ihren Thron in einem Zeichen räumen.
Da die Entsprechung dieser alten Herrscher zu den Zeichen, denen die neuen Herrschern zugeordnet wurden, dennoch vorhanden ist, nur eben etwas schwächer, werden sie dort weiter als Nebenherrscher geführt. Um die Symmetrie zu wahren, werden die neuen Herrscher über die Löwe-Wassermann-Achse gerne in die Zeichen gespiegelt, die den angestammten Herrschern eigen sind, und gelten dort nun ebenfalls als Nebenherrscher.
Nebenherrscher sind in folgenden Zeichen:
- Skorpion: Mars
- Schütze: Neptun 1)
- Steinbock: Uranus 1)
- Wassermann: Saturn
- Fische: Jupiter
- Widder: Pluto 1)
1) Diese Zuordnung wird in der Astrologie nur teilweise nachvollzogen.
Literatur
- Lips, Emil: Apokatastasis. Verlag Reinhold Liebig, Frauenfeld 2008. ISBN 978-3-9523363-9-7
- Brigitte Hamann: Die zwölf Archetypen. Tierkreiszeichen und Persönlichkeitsstruktur. Droemer/Knaur 2005. ISBN 978-3426872314