Nicholas Campion
Der Historiker, Politologe und Astrologe Nicholas "Nick" Campion wurde am 4. März 1953 um 0:10 Uhr im englischen Bristol geboren.[1]
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Biographie
Er[2] begann seine Astrologie-Ausbildung bereits 1971, im Alter von nur 18 Jahren, und nachdem er 1975 seinen Abschluss als Historiker an der Cambridge University gemacht hatte, wurde er professioneller Astrologe. An der Londoner Universität absolvierte er sein Master-Studium in Politologie mit dem Schwerpunkt "Internationale Beziehungen" an der Fakultät für orientalische und afrikanische Studien.
Nach einer Auszeit von zehn Jahren gibt Campion seit 1995 auch wieder persönliche astrologische Beratungen.
Sein Hobby sind weltweite Reisen, die ihn schon an so entlegene Orte wie Moskau oder Afghanistan führten.
Er ist außerordentlicher Professor in der Masters-Ausbildung an der Universität für Archäologie, Geschichte und Anthropologie in Lampeter, Wales[3], und dort Direktor des Sophia-Wissenszentrums für das Studium der Kosmologie der Kulturen[4].
Astrologie
Nick Campion erwarb sich einen großen Ruf als Mundanastrologe. Er legt Wert darauf, dass die verwendeten astrologischen Techniken dabei leicht anzuwenden sind, also nicht zu kompliziert werden. Beachtung finden bei ihm hauptsächlich Transite, Mondzyklen und die Astrokartographie. Sofern Campion prognostisch arbeitet, legt er keinen Wert darauf, dadurch auf die Ereignisse Einfluss zu nehmen, sein Interesse ist rein wissenschaftlicher Natur, beispielsweise inwieweit es eine Kollektivnatur gibt und wie sehr menschliches Verhalten determiniert ist. Hierbei hat Campion festgestellt, dass sich die Astrologie im mundanen Bereich als sehr exaktes prognostisches Instrument eignet. Die Aussagekraft eines mundanen Horoskops sieht Campion vor allem für zwei Bereiche: den zeitlichen Ablauf von Ereignissen zu bestimmen und die Art festzustellen, in der Ereignisse wahrgenommen werden[5].
Sein Forschungsschwerpunkt ist die Kulturgeschichte der Astronomie und Astrologie.
Seit 1980 arbeitet Campion als Astrologielehrer. Neben der University of Wales in Lampeter unterrichtet er am Kepler College in Seattle, Washington.
Von 1985-1988 und nochmals 1992 war Campion Präsident der Astrological Lodge of London, 1992-94 war Campion Herausgeber des "British Journal of Astrology"[6]. Im Juni 1994 wurde er zum Präsidenten der Astrological Association of Great Britain gewählt.
Auszeichnungen
Für sein Buch der Welthoroskope erhielt er 1992 den Marc Edmund Jones Award[7], 1994 folgte der Prix Georges Antarès und 1999 der Spica Award für herausragende fachliche Leistungen. Am 21. Juli 2002 wurde ihm auf der UAC der Regulus Award verliehen[5], im gleichen Jahr erhielt er den Charles Harvey Award der Astrological Association of Great Britain[8].
Werke
- Der praktische Astrologe. RVG Interbook Verlag 1989 ISBN 978-3926537065
- Das Buch behandelt alle Aspekte der Astrologie, nicht nur die bekannte Geburtsastrologie oder die Deutung des Lebenspotentials eines Menschen aus seinem Radix. Beginnend mit der schrittweisen Erstellung des Geburtshoroskops führt der Autor in leicht nachvollziehbaren Stufen bis zur Anwendung der Astrologie auf so verschiedenartigen Gebieten wie z.B. die Beantwortung von Fragen, die Gesundheit des Körpers, Finanz- und Geschäftsastrologie, politische Astrologie, Zukunftsplanung, astrologischer Gartenbau und Computer-Astrologie.
- Kosmische Küche - Das astrologische Kochbuch. (Zusammen mit Tom Jaine) 160 Seiten. Jünger RVG, Offenb. 1989 ISBN 978-3926537102
- In diesem Buch hat jedes Tierkreiszeichen und jeder der sieben Planeten, die diese Zeichen nach der Überlieferung beherrschen - Uranus, Neptun und Pluto sind ausgenommen - sein eigenes Kapitel. Jedes Mal wird angegeben, welche Speisen, Zutaten, Kochmethoden, welche Atmosphäre von den Zeichen und Planeten bevorzugt bzw. mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Außerdem hat der Autor für jedes Zeichen eine allgemeine Einleitung geschrieben, in der er die gastronomischen Vorlieben und Abneigungen der darunter Geborenen skizziert. Das Buch enthält Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts, die dem Geschmack der einzelnen Tierkreiszeichen und Planeten entsprechen, und die man darüberhinaus auch noch allen möglichen Stimmungen und Gelegenheiten anpassen kann. Tabellen und Hinweise helfen, für jedes Zeichen die richtigen Lebensmittel, Gewürze, Rezepte und Restaurants auszuwählen.
- Mundan - Astrologie. Handbuch der Astrologie des Weltgeschehens (zusammen mit Charles Harvey und Michael Baigent). 455 Seiten. Edition Astrodata 1989 ISBN 978-3907029121
- Aus dem Inhaltsverzeichnis: 1. Entwicklung der Mundan-Astrologie von den Baybloniern bis heute - 2. Politische Theorie - 3. Das Staatshoroskop - 4. Planetenzyklen und ihre Interpretation - 5. Das Große Jahr - 6. Ingresse, Mondphasen, Eklipsen - 7. Astrologie der Nationen - 8. Eine Studie des Zweiten Weltkrieges Leseprobe auf Astronode.de
- Kommentar von Rüdiger Plantiko
- Das Buch der Welthoroskope. 664 Seiten. Edition Astrodata 1991 ISBN 978-3907029190
- Wichtige Daten und Quellen zu Ländern, Nationen und weltpolitischen Ereignissen. Hier sind die Horoskope praktisch aller Länder und Nationen abgebildet. Dazu werden in einem fundierten Text die entsprechenden politischen und historischen Entwicklungen beschrieben. Leseprobe auf Astronode.de
Englisch
- "The Book of World Horoscopes" (1987) ISBN 0850305276
- "Mundane Astrology" (Co-Authors Michael Baigent and Charles Harvey, Thorsons 1992) ISBN 1855381400
- "An Introduction to the History of Astrology" (1982) ISBN 095084120X
- "The Practical Astrologer" (1987) ISBN 0600503046
- "The Great Year: Astrology, History and Millenarianism in the Western Tradition" (1994)
- "Astrology, History and Apocalypse" (2000).
- "Zodiac, Enhancing your Life with the Stars" (2000).
- "Cosmos: A Cultural History of Astrology" (2006) ISBN 1852852577.
- "What do Astrologers Believe" (2006).
- A History of Western Astrology Volume I: The Ancient and Classical Worlds. Continuum 2008 ISBN 978-1847252142 Buchvorstellung durch den Verlag
Quellen und Links
- ↑ AstroDatabank: Information von Lois Rodden in ihrem Newsletter 4/1993. Hieraus auch einige biographische Informationen.
- ↑ Ergänzende biographische Informationen aus der englischen Wikipedia übernommen.
- ↑ School of Archaeology, History and Anthropology
- ↑ Sophia-Wissenszentrum
- ↑ 5,0 5,1 Darrelyn Gunzburg: An Interview with Nick Campion. In: The Mountain Astrologer No. 108 April/ Mai 2003 PDF
- ↑ James R. Lewis: The Astrology Book. Visible Ink Press, 2003 S. 113
- ↑ http://marcedmundjonesaward.com/winners.htm
- ↑ AAGB: Charles Harvey Award