Perseus

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Das Sternbild Perseus

Das Sternbild Perseus befindet sich am Himmel nördlich genau zwischen den Sternbildern Taurus (Stier) und Aries (Widder). Es zählt zu den aus der Antike überlieferten Bildern am Himmel.

Inhaltsverzeichnis

Mythologie

In der griechischen Mythologie war Perseus der Sohn des Zeus und der Danaë. Er besiegte die todbringende Gorgone Medusa, deren Blick jedes Lebewesen in Stein verwandeln konnte und schlug ihr das Haupt ab. Mit Flügelschuhen angetan rettete er die schöne Andromeda, die an einen Fels gekettet dem Meeresungeheuer Ketos geopfert werden sollte, und bekam sie als Lohn zur Frau. Andromeda, samt ihren Eltern Cepheus und Cassiopeia sowie das Meeresuntier sind ebenfalls als Sternbilder in der Nähe des Perseus am Himmel verewigt worden, letzteres als Sternbild Walfisch (Cetus).[1]

Bedeutende Fixsterne

Name Katalogname Mag ekl. Breite Pos. 1900 Pos. 1950 Pos. 2000 Pos. 2050 Natur (Ptolemäus)
Seif, Alseiph φ-Persei 4.0 36°51' n 13°13' Tau.gif 13°54' Tau.gif 14°36' Tau.gif 15°18' Tau.gif Jupiter/ Saturn
Gorgon(e)a secunda π-Persei 4.7 21°44' n 22°31' Tau.gif 23°13' Tau.gif 23°54' Tau.gif 24°37' Tau.gif Jupiter/ Saturn
Capulus 33 Uranus vi Persei 4.4 40°22' n 23°05' Tau.gif 23°43' Tau.gif 24°26' Tau.gif 25°08' Tau.gif Mars/ Merkur
Gorgon(e)a tertia ρ-Persei 3.2-4.1 20°35' n 23°31' Tau.gif 24°13' Tau.gif 24°55' Tau.gif 25°37' Tau.gif Jupiter/ Saturn
Algol β-Persei 2.3-3.5 22°25' n 24°47' Tau.gif 25°28' Tau.gif 26°10' Tau.gif 26°52' Tau.gif Saturn/ Jupiter
Misam κ-Persei 4.0 26°04' n 26°18' Tau.gif 26°59' Tau.gif 27°41' Tau.gif 28°23' Tau.gif Jupiter/ Saturn
Miram η-Persei 3.9 37°28' n 27°19' Tau.gif 28°00 Tau.gif 28°42' Tau.gif 28°24' Tau.gif Jupiter/ Saturn
Alphecher, Al Fakhir γ-Persei 2.9 34°32' n 28°38' Tau.gif 29°20' Tau.gif 00°01' Gem.gif 00°44' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Atiks ο-Persei 3.8 12°11' n 29°45' Tau.gif 00°27' Gem.gif 01°09' Gem.gif 01°51' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Mirfak/ Marfak α-Persei 1.9 30°07' n 00°42' Gem.gif 01°23' Gem.gif 02°05' Gem.gif 02°47' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Atik ζ-Persei 2.9 11°20' n 01°44' Gem.gif 02°26' Gem.gif 03°07' Gem.gif 03°50' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Adad, Adid Media ν-Persei 3.8 22°09' n 02°26' Gem.gif 03°08' Gem.gif 03°49' Gem.gif 04°32' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Basel, Basil,
Adid Borealis
δ-Persei 3.0 27°18' n 03°25' Gem.gif 04°07' Gem.gif 04°48' Gem.gif 05°31' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Menkib ξ-Persei 4.0 14°56' n 03°35' Gem.gif 04°17' Gem.gif 04°58' Gem.gif 05°41' Gem.gif Jupiter/ Saturn
Adid Australis ε-Persei 2.9 19°07' n 04°18' Gem.gif 04°59' Gem.gif 05°41' Gem.gif 06°23' Gem.gif Jupiter/ Saturn

Wirkung

Claudius Ptolemäus

Ptolemäus schreibt[2]: "Perseus (gehört) dem Jupiter und Saturn (an). Der Kreis im Knaufe des Schwertes (=Capulus, bzw. h + χ Persei) Mars und Merkur."

Manilius

Manilius beschreibt in seiner Astronomica[3] die Wirkung des Perseus wie folgt[4]:

Funkelt er über den Ländern und führt er den Himmel im Schlepptau
gaukelt die Nacht uns Tageslicht vor und faltet die schwarzen
Schwingen. Schlaue Gemüter erschafft er und wendige Körper,
schafft einen Geist, der behend in der Pflicht ist, und Herzen,
die eilig alle Geschäfte mit unermüdlicher Tatkraft besorgen.
Wie das Volk wird er sein und daheim sein in jeglichem Stadtteil,
alle Schwellen durcheilend, als Morgengruß einzig ein Wort nur bringen,
wodurch er zum Freund wird, der allen gemein und genehm ist.

Quellen

  1. Quelle der Mythologie: http://de.wikipedia.org/wiki/Perseus_(Sternbild)#Mythologie
  2. Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. Chiron Verlag, 2. Auflage 2000, S. 42, ISBN 3925100172
  3. Marcus Manilius: Astronomica - Astrologie. Lateinisch-deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Wolfgang Fels. Reclam Verlag Stuttgart ISBN 978-3150185551 Buch 5, Verse 59-66
  4. Dieses Sternbild ist bei Manilius als "Orion" bezeichnet, da es jedoch (damals) ab dem 10. Grad des Widder aufgehen soll, und der Orion damals erst etwa ab dem 20. Grad des Stieres aufging, ist es sehr wahrscheinlich, dass hier tatsächlich Perseus gemeint ist, zumal dieses Sternbild in der "Astronomica" an keiner anderen Stelle beschrieben wird. Der Orion selbst wird an späterer Stelle der Astronomica als "Iugulae" beschrieben.