Polarität

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Die Polarität grundlegendes Erklärungsmodell vieler esoterischer Lehren, das auch in der Astrologie eine wichtige Rolle spielt. Die Polarität lehrt, dass sich Gegensätze nicht ausschließen, sondern einander bedingen. Die Grunderfahrung ist der Atem, der nur dann möglich ist, wenn es Ein- und Ausatmen gibt. Weitere grundlegende Polaritäten sind Tag und Nacht, Sommer und Winter, Licht und Schatten, warm und kalt, männlich und weiblich usw. In der chinesischen Tradition gibt es die Polarität von Yin (weiblich, passiv, Nacht) und Yang (männlich, aktiv, Tag). Das bekannte Symbol (Yin/Yang) zeigt deutlich, dass es sich erstens um ein dynamisches Prinzip handelt, und zweitens, dass das eine im anderen enthalten ist.

Wertungen sind also nicht angebracht. Vielmehr kann das eine nicht ohne das andere bestehen. Es gibt nicht Licht ohne Schatten und nicht Nacht ohne Tag. Es geht immer darum, beide Pole zu integrieren.

Richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf den vermeintlich guten Pol, wird der andere unbewusst gestärkt. Häufig entfaltet er sich dann unkontrolliert. Thorwald Dethlefsen erklärt so zum Beispiel die praktischen Konsequenzen des Christentums, das wie kaum eine andere Religion die universelle und grenzenlose Liebe propagiert und in dessen Namen gleichzeitig über viele Jahrhunderte hinweg durch Inquisition, Hexenwahn und Kolonisation Millionen Menschen auf grausame Art ermordet wurden - vermutlich mehr als durch jede andere Ideologie der Menschheitsgeschichte.


Polaritäten in der Astrologie

  1. Polarität als männliche und weibliche Tierkreiszeichen: siehe Geschlecht.

  2. Polarität als Gegensätzlichkeit gegenüberliegender Zeichen und Häuser, siehe die Zeichenpolarität und Häuserpolarität.


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