Primärdirektion
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Die Primärdirektion ist eine Prognosemethode, die auf der Eigenumdrehung der Erde beruht.
Erstellung
Für die Primärdirektion wird ein Tag in 360 gleich große Abschnitte geteilt. Dies ergibt Intervalle von vier Minuten. Während das Medium coeli immer eine relativ gleiche Spanne pro Zeiteinheit zurücklegt, wandert der Aszendent, abhängig davon, ob er in schnell oder langsam aufsteigenden Zeichen steht, schneller oder langsamer durch das betreffende Zeichen: am schnellsten damit durch die Fische, am längsten braucht er im Oppositionszeichen Jungfrau. Etwa je 4 Minuten nach der Geburt, die Zeitspanne, die das Medium coeli benötigt, um sich 1 Grad weiter zu bewegen (1 Grad Rektaszension des Medium coeli, RAMC), entsprechen einem Lebensjahr.
Es werden nur die Achsen nach dieser Methode dirigiert und allenfalls noch die Progression des Mondes berücksichtigt, die Planeten werden nicht berücksichtigt, da sie innerhalb eines Tages (entsprechend 360 Lebensjahren!) einfach eine zu geringe Wanderbewegung ausführen. Um mit primär dirigierten Achsen zu arbeiten, benötigt man eine minutengenaue Geburtszeit, andernfalls sind die Ungenauigkeiten in der Prognose einfach zu groß: Bei einer vierminütigen Abweichung von der tatsächlichen Geburtszeit liegt die Prognoseaussage ein ganzes Jahr daneben.
Eine Primärdirektion kann umgekehrt auch zur Geburtszeitkorrektur herangezogen werden, wenn entsprechende Ereignisse eindeutig bestimmten Konstellationen zugeordnet werden können.
Deutung
Folgendes ist zu berücksichtigen:
- Bildet eine Achse einen Aspekt zu einem Faktor des Radixhoroskops, so ist dies eine Auslösung, das heißt, der betreffende Faktor erfährt eine Aktivierung.
- Wechselt eine dirigierte Achse das Tierkreiszeichen oder das Radixhaus, so beginnt ein neuer Themenabschnitt.
Literatur
- Erich Carl Kühr, Berechnung der Ereigniszeiten, Cerny Verlag Wien 1948
- Rüdiger Plantiko, Primärdirektionen: Eine Darstellung ihrer Technik, Chiron Verlag Tübingen 2001, ISBN 3925100245
