Prognose

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Die Prognose (wörtlich: das Vorauswissen) gehört zum Faszinierendsten, was die Astrologie zu bieten hat, und zugleich ist sie einer der Gründe, weshalb die Astrologie als mantische Disziplin im Lauf der Geschichte immer wieder in Verruf geraten ist. Für viele Laien ist Astrologie nichts anderes als Prognose, was nicht stimmt. Sie ist - aus Sicht der psychologischen Astrologie - in erster Linie Menschenkunde.


Findet eine Rückschau zur Aufarbeitung der Vergangenheit oder aber der nachträglichen Verifizierung oder Falsifizierung von Prognosen statt, spricht man von Metagnose.

Verfahren

Zunächst einmal muss man verstehen, wie astrologische Prognose funktioniert. Das Radixhoroskop ist eine Abbildung der Planetenstände zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen. Es beschreibt, was in diesem Menschen im Keim vorhanden ist und im Lauf des Lebens zur Entfaltung gebracht werden soll. Wann ein bestimmter Teil der Persönlichkeit einen "Wachstumsschub" oder unter Umständen auch eine Umwandlung erlebt, darüber geben Auslösungen eine Auskunft, wie sie beispielsweise mit Transiten, Sekundärprogressionen oder Finsternissen einhergehen. Worum es dabei geht, das sagt der durch die Auslösung betroffene Horoskopfaktor, welcher Art die Auslösung ist, darüber sagt der auslösende Faktor etwas aus.

Grundsätzlich ist jeder Horoskopfaktor ein Symbol (und natürlich auch jeder auslösende Faktor), das sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren kann. Das mögliche Spektrum ist unendlich breit, solange der Bezug zur dahinter stehenden Idee besteht (Entwicklungsniveau). Es ist dem Horoskop nicht zu entnehmen, auf welcher Ebene jemand die einzelnen Faktoren seines Horoskops lebt. Je eingeschränkter die Möglichkeiten sind, sein Leben selbst zu gestalten, desto leichter ist das, was er macht, vorhersagbar. So erklären sich manche treffsichere astrologische Prognosen aus früheren Zeiten, als die Lebensläufe in viel stärkerem Maße vorgegeben waren. Heute haben die Menschen viele Wahlmöglichkeiten, welchen Lebensweg sie gehen möchten, und vor allen Dingen: Sie können zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Lebens gewichtige Entscheidungen neu treffen. So wird es beispielsweise immer unüblicher, dass ein Mensch im Lauf seines Lebens nur einen Beruf ausübt.


Folgende Zweige der Astrologie arbeiten bevorzugt prognostisch:


Die prognostische Astrologie bedient sich unterschiedlicher Prognosemethoden (siehe dort).

Beurteilung

Immer mehr Astrologen sind sich darin einig, dass Sinn und Zweck der Anwendung von Prognosemethoden darin liegen, den Menschen darauf aufmerksam zu machen, welche Entwicklungen zu einem gegebenen Zeitpunkt anstehen, und ihm Vorschläge zu unterbreiten, wie er diese in einer möglichst konstruktiven Weise nützen kann.

Je deutlicher ein Astrologe einen Klienten auf das aufmerksam macht, was dieser tun kann, desto mehr spricht er in ihm die Seite an, die bereit und auch fähig ist, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Je mehr er dagegen den Klienten auf das hinweist, was als scheinbar unabwendbares Schicksal auf ihn zukommt - sei dies nun positiver oder negativer Art -, desto mehr spricht er in ihm den passiven Anteil an.

Tatsächlich sollte man bei einer Prognose das, was stattfindet, zunächst neutral formulieren, um es wirklich verstehen zu können. Nimmt man beispielsweise einen Saturntransit über die Sonne, so könnte das lauten: Das Zentrum der Persönlichkeit (Sonne) erfährt eine Konzentration auf das Wesentliche (Saturn im Transit). Das steht fest. Nicht fest steht, ob sich dies in einem bestimmten Ereignis manifestieren wird. Ebenso wenig kann man sagen, ob der betreffende Mensch darunter eher leidet, weil er sich etwa eingeschränkt fühlt, oder ob er dies als eine Zeit der Ernte empfindet, in der er die Früchte dessen genießen kann, wofür er gearbeitet hat.

Nicht nur aus diesem Grund lehnen Astrologen zunehmend Ereignisprognosen ab. Diese bergen darüber hinaus die Gefahr der sich selbst erfüllenden Prophezeiung: ein Klient wird durch die Aussage des Astrologen - bewusst oder unterbewusst - auf das Eintreffen des Prognostizierten programmiert, was, z. B. bei der Prognose von Unfällen, fatale Folgen haben kann.


Auslösungen zeigen innere Entwicklungen an, sie sind jedoch nicht der Grund dafür. In der psychologischen Astrologie geht man davon aus, dass ein Mensch äußere Ereignisse anzieht, die ihn dazu zwingen, sich auf bestimmte Erfahrungen einzulassen, wenn er die anstehenden inneren Entwicklungen nicht zur Kenntnis nimmt. Man darf dabei aber nicht außer Acht lassen, dass jeder Mensch, egal wie weit er in seiner persönlichen Entwicklung gediehen ist, von Zeit zu Zeit mit etwas konfrontiert ist, das über seine Persönlichkeit hinausgeht. Schließlich ist er Teil einer Gemeinschaft bzw. Gesellschaft. Auslösungen können durchaus auch Anzeiger für das sein, was dem Menschen aufgrund dieser Tatsache widerfährt. Aber auch hier sagen sie nichts über Ereignisse aus, vielmehr darüber, wie ein Mensch solche Kräfte erlebt und welche Bedeutung er ihnen beimisst.

Astrologen mit spektakulären Prognosen

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