Prognosemethode
Es gibt eine Vielzahl von Methoden für die astrologische Prognose. Ausgehend vom Radixhoroskop kommen folgende Direktionsmethoden zur Anwendung:
- Primärdirektion
- Sekundärprogression
- Tertiärprogression
- Solarhoroskop
- Lunarhoroskop
- Synodisches Mondhoroskop
- Wiederkehrhoroskope der Planeten
- Sonnenbogendirektion
- Graddirektion
- Profektion
- Transite
- Tageshoroskope
Unabhängig vom Radixhoroskop funktioniert die Stundenastrologie: Das Horoskop des Zeitpunkts der Fragestellung selbst ist hier der Ausgangspunkt der Prognose, während ein ähnliches Verfahren das Aufstellen des aus der Antike überlieferten Decumbitur-Horoskops darstellt, das zur Beurteilung von Krankheisverläufen herangezogen wurde.
Man kann Prognosemethoden nicht gegeneinander aufwiegen mit dem Ziel festzustellen, welche besser und welche schlechter ist. Jeder Astrologe macht eigene Erfahrungen mit bestimmten Methoden und wird Unterschiedliches herausarbeiten, je nachdem, welchen Zugang er dazu hat. Mit den einzelnen Methoden werden nicht nur unterschiedliche Ebenen angesprochen, sondern auch verschiedene Zeiträume abgedeckt, sodass sie schon von daher nicht gleichwertig sind.Will man herausfinden, welche Themen (Thema) in einem bestimmten Zeitraum auftauchen, so empfiehlt sich die Kombination von zwei oder drei Methoden, die ähnliche Zeiträume abdecken. Ein Vergleich kann dann zeigen, ob sich Schwerpunkte abzeichnen. Wenn man allein die Transite in Betracht zieht, wird deutlich, wie viele Auslösungen bei einem Menschen in einem bestimmten Zeitraum wirksam sind. Schon deshalb ist man gezwungen, eine Auswahl zu treffen, um nicht von einer verwirrenden Vielzahl, die alles relativiert, erdrückt zu werden. Die gebräuchlichsten Methoden sind die Transite, die überaus einfach in der Anwendung sind, Sekundärprogressionen sowie das Solarhoroskop.
Für größere Zeiträume wird man auf die Prognosemethoden zurückgreifen, die größere Entwicklungen anzeigen, also bei Transiten auf diejenigen der Langsamläufer Saturn, Uranus, Neptun und Pluto, die zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren umfassen; bei Sekundärprogressionen auf diejenigen von Sonne, Merkur, Venus und Mars, die ein halbes bis ein ganzes Jahr oder mehr umfassen; auf das Solarhoroskop, das ein Lebensjahr abdeckt. Will man dann ins Detail gehen, so kann man den sekundärprogressiven Mond, Tertiärprogressionen, Lunare und die Transite der schnell laufenden Planeten Sonne, Merkur, Venus und Mars hinzuziehen.
Um ein Gefühl für das zu bekommen, wie sich etwas in der Zukunft entwickeln könnte, empfiehlt es sich, die Prognosemethoden metagnostisch, also rückwirkend anzuwenden und zu schauen, wie der betreffende Mensch in der Vergangenheit mit den fraglichen oder ähnlichen Auslösungen umgegangen ist bzw. welchen Themen er begegnet ist.
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