Ptolemäus, Claudius

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Claudius Ptolemäus
Claudius Ptolemäus

Über das Leben von Claudius Ptolemäus, des bekanntesten Astrologen und Astronomen der Antike weiß man relativ wenig. Vermutlich lebte er zwischen 100 und 160 n. Chr.; manche Quellen siedeln ihn auch 10 bis 15 Jahre früher an. Er war griechischer Abstammung und wirkte im ägyptischen Alexandria.

Inhaltsverzeichnis

Almagest

Für Ptolemäus waren Naturwissenschaft und Astrologie eins. In seinem Werk "Almagest"[1] (eigentlich: "Megale syntaxis tes astronomias") fasste er die Arbeiten früherer griechischer Astronomen zusammen. Es behandelt unter anderem die Berechnung von Sonnen- und Mondfinsternissen und enthält Theorien über Sonne, Mond, Planeten und Fixsterne sowie einen Sternenkatalog mit 1.028 Objekten. Derartige Erkenntnisse halfen den Astronomen der Neuzeit, die Eigenbewegung der Fixsterne zu berechnen. Darüber hinaus systematisierte Ptolemäus das geozentrische Weltbild (was sich auch in der Bezeichnung Ptolemäisches Weltbild spiegelt), das wie die meisten seiner Theorien bis zur kopernikanischen Wende das Bewusstsein der Menschen prägte. Die auch zu seiner Zeit schon verbreitete Spekulation des griechischen Astronomen Aristarch von Samos über ein heliozentrisches Weltbild geriet nach Veröffentlichung des Almagest für über ein Jahrtausend in Vergessenheit.

Tetrabiblos

Zu einem der wichtigsten Bücher in der Geschichte der Astrologie wurde Ptolemäus' Werk "Tetrabiblos" (Vier Bücher). Darin systematisierte er das astrologische Wissen seiner Zeit und schuf wichtige Grundlagen für die Individual- und Mundanastrologie, den Häuser- und Tierkreis, die Elementenlehre, die Deutung der Planeten, die Prognose sowie die Aspekte. Ptolemäus vereinte darin endgültig den Tierkreis mit der auf den Stand der Planeten ausgerichteten Astrologie (Geschichte der Astrologie). Fixsterne außerhalb des Tierkreises verloren ihre astrologische Bedeutung. In der Einleitung schreibt er: "Die Sterndeutung beruht im Wesentlichen auf zwei Gundwissenschaften. Die eine, die Astronomie, lehrt uns die Bewegungen von Sonne, Mond und Sternen, ihre Stellung zu jedem Zeitpunkt, sowohl untereinander als gegenüber der Erde. Die andere, die Astrologie, betrachtet die Veränderungen und Wirkungen, die von den Gestirnen hervorgebracht werden, gemäß den ihnen innewohnenden Kräften und dem Einfluss ihrer jeweiligen Stellung. Die erste verlangt ein unabhängiges geistiges Eindringen und ist dessen wert, auch wenn man sich nicht mit Sterndeutung befasst. Jetzt möchte ich aber von der zweiten Wissenschaft sprechen. Diese ist zwar nicht so wohl begründet und vollkommen, doch denke ich ihr auf philosophischem Weg beizukommen ..."[2]


Die Tetrabiblos sind, neben den Matheseos libri octo des Firmicus Maternus und der Astronomica des Manilius eine der drei antiken "Säulen" der klassischen Astrologie, die uns heute noch so gut wie vollständig erhalten sind.

Werke

Tetrabiblos

Almagest

Quellen

  1. Wikipedia: Almagest
  2. Zitiert nach Wilhelm Matthiessen / Wulf Haidyl: Die vier Bücher des Claudius Ptolemäus. J.J. Courvreur Verlag, Den Haag o.J., S. 3.
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