Quinkunx

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Die Yod-Figur: zwei Quinkunxe kombiniert mit einem Sextil

Symbol: A20_017.gif

Synonym: Fünfzwölftelschein (veraltet)

Ein Aspekt, bei dem sich zwei Planeten im Winkelabstand von 150 Grad zueinander befinden. Er beruht auf der Kreisteilung durch 12, bzw. entspricht einer Gradzahl von 30 x 5. Er liegt zwischen dem Trigon (4 x 30° = 120°) und der Opposition (6 x 30° = 180°).
Der Quinkunx gilt als einer der wichtigsten Nebenaspekte und kann mit einem Orbis von bis zu drei Grad berechnet werden. Selbst Astrologen, die gewöhnlich nicht mit Nebenaspekten arbeiten, beziehen ihn bei ihrer Deutung gern mit ein.

Deutung

Der englische Terminus inconjunct für den Quinkunx bedeutet "Unverbundenheit"; unverbundene Zeichen wurden in der klassischen Astrologie als peregrin, d.h. "einander fremd", bezeichnet. Und dies ist auch der Hauptansatz zur Deutung des Quinkunx: zwei sich eigentlich fremde Energien werden miteinander verbunden.

Der Quinkunx ist aus diesem Grunde weder eindeutig den analytischen oder herausfordernden, noch den synthetischen oder harmonischen Aspekten zuzuordnen. Er deutet ein Potential an, welches aber nicht immer realisiert bzw. umgesetzt werden kann. Er verlangt vom Horoskopeigner einen großen Einsatz, ohne dass ein Erfolg garantiert ist. Dabei mag die Aussicht zunächst günstig erscheinen. Am Ende gelingt es jedoch häufig nicht, die beteiligten Energien wirklich zu integrieren. Wenn zum Beispiel Venus und Mars im Quinkunx zueinander stehen, versucht der Betroffene möglicherweise, Tatkraft und Energie darauf zu verwenden, dass sich Ästhetik entfalten kann und daraus ein stabiles Selbstwertgefühl entsteht. Allerdings wird zumeist ein Gefühl zurückbleiben, dass die Anstrengungen nie ganz genügen und eine letzte Befriedigung versagt bleibt. Daher gilt der Quinkunx eher als schwieriger oder auch als "Sehnsuchtsaspekt". Peter Kern schreibt ihm - nach Johannes Kepler - deswegen auch Täuschung, Entscheidungszwang und Verzicht zu.[1] Auf der anderen Seite zeigt er aber wichtige Themen an, denen sich ein Horoskopeigner stellen muss. Der trotz aller Mühen ausbleibende Erfolg kann dazu führen, das eigene Verhalten und die persönlichen Muster zu überdenken, sowie sie gegebenenfalls zu revidieren. In diesem Sinne zeigt einem der Quinkunx neue Wege auf. Im Gegensatz zum Quadrat oder zur Opposition wirkt er dabei allerdings nicht als ständiger "Stachel im Fleisch".

Eine Besonderheit unter den Aspektfiguren ist die mit dem Quinkunx manchmal verbundene Yod-Figur: wenn - über ein Sextil - zwei Quinkunxe den sog. "Finger Gottes" bilden.

Quellen und Anmerkungen

  1. kernastro.de/lexikon