Serpens
Die Schlange (Serpens)[1] ist das einzige Sternbild am Himmel, das aus zwei nicht zusammenhängenden Teilen besteht. Die beiden Teile werden aus lang gezogenen Ketten von Sternen gebildet, die vom Schlangenträger (Ophiuchus) unterbrochen werden. Der östliche Teil der Schlange wird als Serpens Caput (lat. Kopf der Schlange), der westliche als Serpens Cauda (Schwanz der Schlange) bezeichnet. Serpens Caput liegt im Randbereich der Milchstraße. Hier findet man den bekannten Gasnebel M 16, auch Adlernebel genannt, und den offenen Sternhaufen IC 4756. In Serpens Cauda steht der auffällige Kugelsternhaufen M 15.
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Geschichte
Die Schlange gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Claudius Ptolemäus beschrieben wurden. 1970 wurde in der Schlange die Nova FH Serpentis entdeckt.
Mythologie
Die Griechen der Antike sahen in dem Sternbild eine Schlange, die von dem heilkundigen Asklepios (lat. Äskulap) – dem Schlangenträger – getragen wird. Es handelt sich um die gleiche Schlange, die sich um den Äskulapstab, dem Symbol der Heilkunst, windet.
Einer Version nach fiel Glaukos, der Sohn des kretischen Königs Minos, in ein Honigfass und erstickte darin. Der Seher Polyeidos fand den Jungen. Minos ließ daraufhin den Seher zusammen mit dem Toten einsperren und befahl ihm, seinen Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Als eine Schlange auf Polyeidos zukroch, tötete er diese. Sofort kam eine zweite Schlange mit Kräutern im Maul hinzu und erweckte die tote Artgenossin damit zum Leben. Polyeidos wandte das gleiche Mittel bei Glaukos an, der tatsächlich erwachte. Einer anderen Version nach soll Asklepios den Jungen wieder erweckt haben.
Wichtige Fixsterne
| Name | Katalogname | Mag | ekl. Breite | Pos. 1900 | Pos. 1950 | Pos. 2000 | Pos. 2050 | Natur (Ptolemäus) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Qin, Chin | δ-Serpentis | 3.8 | 28°53' n | 16°57' |
17°38' |
18°20' |
19°02' |
Saturn/ Mars |
| Chow, Zhou | β-Serpentis | 3.7 | 34°19' n | 18°33' |
19°14' |
19°56' |
20°39' |
Saturn/ Mars |
| Unukalhai | α-Serpentis | 2.8 | 25°31' n | 20°40' |
21°22' |
22°04' |
22°47' |
Saturn/ Mars |
| Ainalhai | γ-Serpentis | 3.9 | 35°12' n | 21°22' |
22°04' |
22°46' |
23°30' |
Saturn/ Mars |
| Leiolepis, Leiolepidotus | μ-Serpentis | 3.5 | 16°14' n | 24°33' |
25°14' |
25°56' |
26°38' |
Saturn/ Mars |
| Nehushtan | ξ-Serpentis | 3.5 | 07°56' n | 23°09' |
23°51' |
24°32' |
25°15' |
Saturn/ Mars |
| Nulla Pambu | ε-Serpentis | 3.7 | 24°00' n | 22°56' |
23°37' |
24°19' |
25°02' |
Saturn/ Mars |
| Tang | η-Serpentis | 3.3 | 20°26' n | 04°18' |
04°59' |
05°40' |
06°22' |
Saturn/ Mars |
| Alya | θ1-Serpentis | 4.6 | 26°53' n | 14°21' |
15°03' |
15°45' |
16°27' |
Saturn/ Mars |
Wirkung
Nach Ptolemäus haben die Sterne in der Schlange die Wirkung von Saturn und Mars[2]
Quellen
- ↑ Beschreibung, Geschichte und Mythologie von Wikipedia übernommen.
- ↑ Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. Chiron Verlag 2. Auflage 2000 ISBN 3925100172