Sirius

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Doppelstern Sirius A + B durch das Hubble-Teleskop
Photo NASA, ESA, H. Bond (STScI), and M. Barstow (University of Leicester)
Sirius im Sternbild Großer Hund
Name Katalogname Mag ekl. Breite Pos. 1900 Pos. 1950 Pos. 2000 Pos. 2050
Sirius α-Canis Maioris -1.5 38°18' s 12°43' Can.gif 13°24' Can.gif 14°05' Can.gif 14°47' Can.gif Jupiter/ Mars

Sirius (α Canis Majoris, Alpha Canis Majoris, α CMa; auch Hundsstern, Aschere oder Canicula) ist als Doppelsternsystem des Sternbildes „Großer Hund“ das südlichste sichtbare Himmelsobjekt des Wintersechsecks.

Allgemeines

Sirius (links) in der Verlängerung der Gürtelsterne des Orion

Seine hellere Komponente besitzt eine scheinbare Helligkeit von −1,46m. Damit ist Sirius A der hellste Stern am Nachthimmel, beinahe doppelt so hell wie der zweithellste Stern Canopus mit einer scheinbaren Helligkeit von −0,72m. Nur der Mond sowie die Planeten Venus, Jupiter, Mars und Merkur strahlen heller. Da die scheinbare Helligkeit Schwankungen unterworfen ist, ist eine temporär höhere scheinbare Helligkeit von Sirius gegenüber einigen Planeten gegeben.

Die früheste Erwähnung von Sirius (Σεἰριος) findet sich im 7. Jahrhundert v. Chr. bei Hesiod statt. Die Herkunft des Namens unterliegt mehreren Deutungen: Leukosia (Die Weiße) ist in der griechischen Mythologie eine der Sirenen.. Eine mögliche Verbindung zu Sirius mit der Benennung als Das gleißend weiße Licht ist ebenso Inhalt kontroverser Diskussionen wie auch die Anwendung der Begriffe gleißend heiß und sengend für Seirios.

Sirius in der Geschichte

In den frühen Kulturen Ägyptens, Griechenlands und im Römischen Reich nahm Sirius eine herausragende Stellung ein, es gab entsprechende Heiligtümer für ihn.[1] Im alten Ägypten (drittes Jahrtausend) war sein heliakischer Aufgang (Sichtbarkeit kurz vor Sonnen-Aufgang zur Sommer-Sonnenwende 22./23.6.) ein sicheres Vorzeichen dafür, dass die Nilhochwasser begannen, die fruchtbaren Schlamm für die Felder mit sich brachten. Außerdem kündigte dieses Himmelsereignis die heißesten Tage des Jahres an.

Vor ca. 2.000 Jahren erschien Sirius (Hundsstern) in den Breiten des Römischen Reiches um den 23. Juli erstmals sichtbar am Osthorizont als Vorbote der größten Sommerhitze. Bei den Griechen und Römern war Sirius mit Hitze, Feuer und Fieber verbunden, das Aufkommen der Tollwut wurde von den Griechen Sirius zugeschrieben, die Römer nannten die Tage zwischen dem 23. Juli und 23. August „Hundstage” (lat. dies caniculares). Diese Bezeichnung hat sich bis heute gehalten, obwohl Sirius in unseren Breiten aufgrund der Präzession mittlerweile erst Ende August heliakal aufgeht.Im deutschen Volksglauben wurden die Hundstage ab dem 15. Jahrhundert als Unglückszeit angesehen [2]

Deutung

[3] Nach Ptolemäus entspricht Sirius der Mars/Jupiter-Qualität, in günstiger Konstellation verheißt er Ehre, Ruhm, Reichtum und galt als "königlich", zeichnete die Nativen durch Eifer, Treue, Hingabe und Leidenschaft aus. Am Aszendent und mit Mars konstelliert, verleiht Sirius sehr großen und daher gefährlichen Ehrgeiz, was zu Verletzungen oder Attentatsversuchen führen kann. Nach der Tradition wird Sirius im achten Haus einen berühmten Tod und posthume Ehre bewirken. Am MC und gut aspektiert von Mars und Jupiter verspricht Sirius Reichtum und eine glückliche Hand bei Regierungs- und gewerblichen Geschäften. Eine hervorragende Konstellation für Militärs, Rechtsanwälte und Beamte (z. B. Hjalmar Schacht, Reichbankpräsident)[1]).

  • Mit Sonne: Erfolg in der Wirtschaft, bedeutende, berühmte Persönlichkeit, Aufstieg durch Protektion (US-Präsident Coolidge, Hermann Hesse)[1]
  • Mit Mond: Erfolg im Geschäft, einflussreiche Freunde des anderen Geschlechts, günstig für den Vater, gute Gesundheit, positive Veränderungen in Haus oder Geschäft. Zusammen mit Saturn: Tod durch wilde Tiere oder Soldaten.
  • Mit Merkur: großer geschäftlicher Erfolg, Hilfe durch einflussreiche Personen, körperliche Mängel durch Unfall.
  • Mit Venus: Leichtigkeit, Komfort und Luxus, extravagant, Wohlstand durch Erbe.
  • Mit Mars: mutig, großzügig, militärische Beförderung, Metallberufe.
  • Mit Jupiter: Wirtschaftlicher Erfolg, Reisen, Hilfe von Verwandten, kirchliche Beförderung.
  • Mit Saturn: beständig, zurückhaltend, diplomatisch, ausdauernd, hohe Position durch Freunde, günstig für Hausbesitz, Schenkungen und Vermächtnisse, innere Harmonie.
  • Mit Uranus: Hilfe von einflussreichen Freunden, Tätigkeit mit radioaktiven Substanzen, harmonische Ehe; besonder bei männlichen Nativen: plötzlicher Tod.
  • Mit Neptun: intuitive, okkulte Interessen, religiös, gute Organisationsfähigkeit, Erfolg bei wirtschaftlichen Angelegenheiten, bei Banken und Unternehmen, viele einflussreiche Freunde, günstig für häusliche Angelegenheiten, natürlichen Tod.

Literatur

  • Vivian Robson: Fixed Stars and Constellations in Astrology, London 1923
  • Georg Hoffmann/ Reinhold Ebertin: Die Bedeutung der Fixsterne. Ebertin-Verlag, Freiburg 1979
  • Michael Uhle: Fixsterne. Ihre Bedeutung in der Astrologie. Chiron Verlag, Tübingen 2007

Siehe auch

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Georg Hoffmann/ Reinhold Ebertin: Die Bedeutung der Fixsterne. Freiburg 1979
  2. teilweise aus dem Artikel Birgit Gohr: Was sind Fixsterne? (Arbeitskreis Traditionelle Astrologie) übernommen abgerufen am 29. Oktober 2012
  3. Weitgehend entnommen von constellatiosofwords.com (englisch)