Solstitium

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Synonym: Sonnenwende

Jahreszeiten und Apsidenlinie der Erde
Es gibt das Sommer-Solstitium, welches um den 22. Juni, und das Winter-Solstitium, das um den 22. Dezember stattfindet. Ersteres leitet den Sommer, letzteres den Winter ein. Sie ereignen sich, wenn die Sonne auf ihrem scheinbaren Weg um die Erde ihre größte - Sommer-Solstitium - bzw. ihre kleinste Deklination - Winter-Solstitium - erreicht (die Deklination ist der Winkelabstand vom Himmelsäquator). Zum Sommer-Solstitium findet auf der Nordhalbkugel der Erde der längste Tag statt, zur Zeit des Winter-Solstitiums der kürzeste. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.

"Der im Jahresverlauf leicht veränderliche Abstand der Erde von der Sonne ist nicht die Ursache für die Jahreszeiten. Er macht lediglich die Südwinter etwas strenger und die Nordwinter etwas milder als sie bei kreisförmiger Erdbahn wären. Die Erde ist nämlich im Nordwinter an ihrem sonnennächsten Punkt (Perihel, ca. 3. Januar), während sie im Südwinter etwas weiter von der Sonne entfernt ist (Aphel, ca. 5. Juli). Stattdessen liegt der Grund für die Jahreszeiten im Winkel und der Dauer der Sonneneinstrahlung. Für Europa beträgt der Winkel im Sommer 60-65° und die Sonnenscheindauer in Mitteldeutschland (geographische Breite 50°) 16-17 Stunden, im Winter sind es hingegen 7-8 Stunden bei einem Winkel von lediglich 13-18°."[1]

Die Achse 0° Krebs - 0° Steinbock heißt entsprechend Solstitialachse oder Solstizienachse. Sie teilt die Tierkreiszeichen mit zunehmender Tageslänge (Steinbock bis Zwillinge) von denjenigen mit abnehmender Tageslänge (Krebs bis Schütze).

Den Zeitpunkt, zu dem die Sonne den Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Himmelsäquator überquert, nennt man Äquinoktium.

Quellen

  1. zitiert nach dem Wikipedia-Artikel Jahreszeit
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