Sternbild

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Albrecht Dürer 1505: Der nördliche Sternenhimmel. Eine bildliche Darstellung der Sternbilder

Gruppierung von Fixsternen. Die Sternformationen wurden von alters her als Bilder gedeutet. Man hat sich heute international auf 88 Sternbilder geeinigt. Die zwölf Sternbilder, die auf der Ekliptik liegen, sind Ausgangspunkt für die Tierkreiszeichen.

Unterschied Sternbild - Tierkreiszeichen

Wie aus der nebenstehenden Grafik recht gut ersichtlich ist, haben die zwölf ekliptikalen Sternbilder unterschiedliche Größen, das heißt, sie haben eine unterschiedliche Elongation auf der Ekliptik. Deswegen besteht seit altersher das Problem, die Sternbilder mit den Tierkreiszeichen, die ja alle genau 30° elongiert sind (Zwölfteilung des Tierkreises von 360°), in Deckung zu bringen. Dieses Problem besteht vor allem beim siderischen Tierkreis, dessen Sternzeichen ja eigentlich mit den Sternbildern deckungsgleich sein sollten: einen genau definierten Nullpunkt, also ein auf dem Tierkreis festzumachender Punkt 0° Widder kann nicht eindeutig ausgemacht werden. Dies ist der Grund, warum es unterschiedliche Werte für das Ayanamsha gibt, also den Grad der Verschiebung des in seinem Beginn definierten tropischen Tierkreises im Vergleich zum siderischen Tierkreis.

Die Sternbilder verschieben sich mit der Präzession gegenüber dem tropischen Tierkreis um etwa 1° alle 72 Jahre. Aus diesem Grund sind heutzutage die Sternbilder (und damit auch der siderische Tierkreis) und der tropische Tierkreis, der sich an der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Äquinoktikum orientiert, um inzwischen etwa 25° gegeneinander verschoben.

Daraus wird immer wieder fälschlich der Schluss gezogen, die Astrologen arbeiteten mit den falschen Sternzeichen: Ein Löwe sei also zum Beispiel eigentlich ein Krebs, denn zum Zeitpunkt seiner Geburt sei die Sonne vor dem Sternbild Krebs gestanden. Dieses Argument ist nicht richtig. Die Astrologen arbeiten mit den Tierkreiszeichen, nicht mit den Sternbildern.

Astrologische Bedeutung

Die älteste komplett überlieferte Zuordnung von Sternbildern zu astrologischen Deutungen stammt von Claudius Ptolemäus in seinen Tetrabiblos. Hier werden entweder Körperteile von Sternbildern oder aber gleich das ganze Bild mit der Wirkung eines oder zweier Planeten in Kombination verglichen.

Man sollte hierbei immer im Auge behalten, dass die Einteilung des Himmels in bestimmte Sternbilder - anders als der tropische Tierkreis - auf reiner Willkür beruht, zumindest scheint es so. Es gab in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Verschiebungen bei der Zuordnung einzelner Fixsterne zu einem Sternbild, es sind Bilder dazugekommen, andere werden nicht mehr benützt. Die Aussagekraft der astrologischen Wirkung eines Sternbildes, soweit sie nur vom Bild selbst abgeleitet ist, kann somit als relativ gesehen werden. Sie muss dabei nicht prinzipiell falsch sein, doch gibt es keine gesicherte Quelle, wie denn diese Zuordnungen überhaupt entstanden sind. Manche Vermutungen gehen davon aus, dass es die Mondhäuser und Dekanate sind, die eigentlich die Quelle der Beschreibung der Sternbilder sind.

Da einzelne Sternbilder - bezogen auf die Ekliptik - übereinander liegen, und damit aus Sicht der ekliptikalen Projektion einander durchdringen, wird in der Auflistung der Fixsterne, wie sie in der Fixsternliste gegeben ist, eine Scheingenauigkeit vorgetäuscht, die so eigentlich nicht vorhanden ist. Dies kann gut erkannt werden, wenn man vergleicht, welchem Sternbild ein bestimmter Fixstern angehört, und dass die Wirkungsbeschreibung (bzw. klassische "Natur") ja nur vom jeweiligen Sternbild herrührt.

Insgesamt ist dies sicher ein Grund, auch die ekliptikale Breite der Sternbilder mit zu berücksichtigen, um zu einer besser fundierten Aussage zu gelangen. Von manchen Astrologen wird der Sinn einer Einbeziehung von Fixsternen höherer Breite in Zweifel gezogen, andere pochen auf die Projektion auf die Ekliptik, auch wenn ein Stern beispielsweise bei 60° nördlicher oder südlicher Breite liegt. Oft wird davon ausgegangen, dass - neben den ekliptikalen Tierkreiszeichen - vor allem diejenigen Sternbilder besonders wirksam sind, die sich auf der gleichen Himmelshemisphäre (Nord- oder Südhalbkugel) befinden wie der Ort des Horoskops, der untersucht werden soll.

Beschriebene Sternbilder

Die Liste der in AstroWiki beschriebenen Sternbilder ist unter Kategorie:Sternbild zu finden.

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