Synastrie

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Man spricht von einer Synastrie, wenn zwei Horoskope zueinander in Beziehung gesetzt werden, indem die Planeten des einen in das Horoskop des anderen eingezeichnet werden. Sodann werden so genannte Interaspekte ausgemacht, also Aspekte von den Planeten und Achsen des einen zu denjenigen des anderen Horoskops. Außerdem wird festgestellt, in welche Häuser des zweiten Horoskops Planeten und Achsen des ersten Horoskops fallen und umgekehrt. Man kann eine Synastrie für alles, was zueinander in Beziehung steht, erstellen, etwa Politiker und Staat, Aktie und Spekulant, für Geschäftspartner, Arbeitskollegen, Mutter bzw. Vater und Kind und natürlich Liebespartner. Die Synastrie ist eine ebenso einfache wie aussagekräftige Methode, vergleichbar den Transiten bei den Prognosemethoden. Sie wird auch angewandt, wenn ein Radixhoroskop mit einem Solarhoroskop in Beziehung gesetzt wird.

Die Horoskopzeichnung der Synastrie nennt man auch Partnerschaftsvergleich oder Partnerbild.

Hier einige grundlegende Regeln für die Deutung, wenn es um die Horoskope zweier Menschen geht:

  • Je mehr Interaspekte vorhanden sind, umso mehr fließt die Energie. Wenn wenig Interaspekte vorhanden sind, findet auch wenig Austausch statt. Analytische Aspekte können den Austausch erschweren, bergen aber auch ein großes Entwicklungspotenzial beider Partner in sich. Es sind Reibeflächen, die beide Beteiligten zwingen, daran zu arbeiten. Durch synthetische Aspekte können sie sich gegenseitig beflügeln. Unter Umständen haben diese Aspekte aber auch etwas Lähmendes, eben weil sie so selbstverständlich sind.
  • Mehrere Planeten oder eine Achse von Partner A in einem bestimmten Haus von Partner B rücken den Themenbereich dieses Hauses bei Partner B in den Vordergrund.
  • Aspekte zwischen den persönlichen (Sonne, Mond, Merkur, Venus und Mars) oder den gesellschaftlichen Planeten (Jupiter und Saturn) des einen Partners zu den geistigen Planeten (Uranus, Neptun oder Pluto) des anderen Partners haben oft etwas Zwingendes, das sich die beiden nicht erklären können. Sie weisen auf die tiefere Dimension der Beziehung hin, die letztlich zur Entwicklung der beiden Beteiligten beiträgt. [1] Weil das, worum es geht, häufig schwer greifbar ist, können damit Schwierigkeiten einhergehen. Diese kann man besser einordnen, wenn man Beziehungen nicht als Renommierprojekte sieht, sondern die ihnen zugrunde liegende Entwicklungsaufgabe wahrnimmt. Die drei geistigen Planeten - und zwar die im eigenen Horoskop und diejenigen im Horoskop eines wichtigen Menschen, die Planeten im eigenen Horoskop aspektieren - führen zum eigenen Selbst, also zu der zu erfüllenden Entwicklungsaufgabe.
  • Aspekte zwischen dem Saturn des einen Partners zu einem der persönlichen Planeten des anderen Partners können ebenfalls Schwierigkeiten mit sich bringen, sorgen aber auch für Stabilität und Sicherheit. Sie sind daher für eine dauerhafte Beziehung oder Partnerschaft von großem Wert.

Bei der Interpretation der Synastrie muss zunächst jedes einzelne Horoskop gedeutet und verstanden werden. Das Entwicklungsniveau eines jeden Partners ist natürlich ebenfalls von wesentlicher Bedeutung - und es ist nicht dem Horoskop zu entnehmen.

Andere Möglichkeiten, etwas über eine Beziehung zwischen zwei Menschen auszusagen, bieten Composit und Combin.

Quellen

  1. Jessie Adler Gral: Unser innerer Geliebter. Wettswil 1995, S. 243ff.
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