Vela

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Sternbild Vela (Segel des Schiffs)

Das Segel des Schiffs (Vela)[1] ist ein ausgedehntes Sternbild nördlich des Kiel des Schiffs (Carina). Vier seiner Sterne sind auffallend hell.

Durch das Sternbild zieht sich das sternreiche Band der Milchstraße, daher findet man im Segel mehrere offene Sternhaufen, einen Kugelsternhaufen und einen Planetarischen Nebel. Die Sterne δ und κ Velorum zusammen mit ι und ε Carinae werden manchmal mit dem Kreuz des Südens verwechselt. Diese Sterngruppe wird daher auch als „Falsches Kreuz des Südens“ bezeichnet. Vom südlichen Mitteleuropa und Südeuropa ist lediglich der nördliche Teil dieses Sternbildes sichtbar.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Segel des Schiffs ist Teil des antiken Sternbildes Argo Navis, das zu den 48 von Ptolemäus beschriebenen Sternbildern gehörte.

Der französische Astronom Lacaille unterteilte das sehr ausgedehnte und unübersichtliche Sternbild im Jahre 1763 in die Sternbilder Kiel des Schiffs, Achterdeck des Schiffs (Puppis) und Segel. Dabei wurden die ursprünglichen Sternbezeichnungen beibehalten, so dass jeder griechische Buchstabe in den drei Sternbildern nur einmal vorkommt. Daher gibt es einen Stern α Carinae (Canopus), jedoch keine Sterne α Velorum oder α Puppis.


Mythologie

Argo Navis war in der griechischen Mythologie das Schiff Jasons und seiner Gefährten, den Argonauten, die das Goldene Vlies, ein goldfarbenes Widderfell suchten. Jason, Sohn des Königs Aison von Thessalien war von seinem Halbbruder Pelias um die Thronfolge gebracht worden. Jason sollte den Thron wieder erhalten, wenn er Pelias das goldene Vlies brachte – eine schier unlösbare Aufgabe, da das sagenhafte Fell in einem heiligen Hain in Kolchis von einem todbringenden Drachen bewacht wurde. Mit Hilfe der Königstochter Medea gelangte Jason jedoch in den Besitz des Fells. Das Schiff Argo und das Vlies wurden in den Himmel versetzt, letzteres als Sternbild Widder.


Wichtige Fixsterne

Name Katalogname Mag ekl. Breite Pos. 1900 Pos. 1950 Pos. 2000 Pos. 2050 Natur (klassisch)
Regor, Suhail al Muhlif γ2-Velorum 1.8 64°28' s 26°00' Leo.gif 26°40' Leo.gif 27°21' Leo.gif 28°03' Leo.gif Saturn/ Jupiter
Alsuhail λ-Velorum 2.2 55°29' s 09°49' Vir.gif 10°30' Vir.gif 11°11' Vir.gif 11°53' Vir.gif Saturn/ Jupiter
Xestus o-Velorum 3.6 66°16' s 13°23' Vir.gif 14°03' Vir.gif 14°44' Vir.gif 15°26' Vir.gif Saturn/ Jupiter
Koo She δ-Velorum 1.9 67°12' s 17°35' Vir.gif 18°16' Vir.gif 18°57' Vir.gif 19°39' Vir.gif Saturn/ Jupiter
Markeb κ-Velorum 2.7 63°43' s 27°32' Vir.gif 28°13' Vir.gif 28°53' Vir.gif 29°35' Vir.gif Saturn/ Jupiter
Tseen Ke φ-Velorum 3.5 59°57' s 04°35' Lib.gif 05°16' Lib.gif 05°57' Lib.gif 06°38' Lib.gif Saturn/ Jupiter
Peregrini, Alherem μ-Velorum 2.7 51°27' s 09°34' Lib.gif 10°15' Lib.gif 10°57' Lib.gif 11°39' Lib.gif Saturn/ Jupiter

Wirkung

Alle leuchtenden Sterne des Argonautenschiffs haben nach Ptolemäus Saturn- und Jupiterart.[2]

Quellen

  1. Beschreibung, Mythologie und Geschichte von Wikipedia übernommen.
  2. Claudius Ptolemäus: Tetrabiblos. Chiron Verlag 2. Auflage S. 43 2000 ISBN 3925100172