Wenzeslaus Faber

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Titelbild des Judicium Lipsiense von 1497[1]

Wenzeslaus Faber, auch Wenzel oder Wenceslaus Fabri aus Budweis, war katholischer Moraltheologe und Astromediziner. Er lebte etwa 1455/1460 – 1518.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Faber[1] schrieb sich 1483 als Mitglied der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig ein, 1477 im Sommer Baccalaureus, 1479 Magister. lehrte nach seinem Studium an der Universität Leipzig an der dortigen Artistenfakultät, bekleidete 1488 das Rektorat und erhielt 1497 die Würde eines Doktors der Medizin. Seit 1499 lebte er als Arzt in Brüx, seit 1505 als Stadtpfarrer in Budweis.

Astrologie

Faber kommentierte das Standardlehrbuch des universitären Quadriviumunterrichts, die „Sphaera Mundi“ des englischen Gelehrten Johannes von Sacrobosco (drei Auflagen, ab 1501) und schuf ein Tabellenwerk über die Konjunktionen von Sonne und Mond.

Berühmt und als Mathematiker publizistisch führend wurde Faber durch die jährlich erscheinenden astromedizinischen Almanache mit Neu- und Vollmondtafeln, die den Leser mit vermeintlich günstigen Zeitpunkten für Gesundheitspflege und Landwirtschaft bekannt machten und in Jahresprognostiken Vorhersagen über die politisch-soziale Lage, Ernteaussichten oder Epidemien formulierten.


Der Asteroid (5221) Fabribudweis ist ihm zu Ehren benannt.

Werke

lateinisch

  • Im Codex Vindobonensis Palatinus. Series nova 3623 (Österreich. Nationalbibliothek) enthalten:
    • Tabulae mediarum et verarum coniunctionum necnon oppositionum solis et lunae. (Fol. 139b-143b)
    • Tabulae aequationis duodecim domorum rationalis (Fol. 145a-181)
  • Tabulae solis et lunae coninuctionum. Leipzig 1494/95 Digitalisat der BSB München

deutsch

  • Aderlasstafel auf 1514 (1513?)

Quellen und Anmerkungen

  1. Entommen aus einem Verzeichnis über Buchpatenschaften der Universität Rostock (Online als PDF-Datei).Ergänzende Informationen: Sudhoff, Karl (Red.): Die medizinische Fakultät Leipzig. Erschienen in der Reihe: Studien zur Geschichte der Medizin. Puschmann-Stiftung an der Universität Leipzig. Leipzig 1909, Verlag Johann Ambrosius Barth. Stream